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André Gödecke

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ALLE WETTER – Ein dialogischer Ansatz für Gespräche mit Schulklassen und Gruppen

Seit Anfang der 2000er Jahre praktiziere ich Streitschlichtung mit Schulklassen und biete Fortbildungen für Lehrer*innen und Erzieher*innen zu diesem Thema an. Als besonders wertvoll erwies sich dabei die Gewaltfreie Kommunikation nach M. Rosenberg. Später begegnete mir die dialogische Haltung und mit ihr die Möglichkeit, behutsam und kraftvoll zugleich Raum zu schaffen – Raum für ehrliche Äußerungen, neue Gedanken und für Gefühle, deren Ausdruck Bewegung in erstarrte Situationen bringen kann.

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Komm, ins Offene! Dialogische Beratung auf dem Weg

Natürlich gibt es gute Gründe, helfende Gespräche innerhalb von vier Wänden stattfinden zu lassen – der Raum wohltemperiert und die Tür versehen mit einen Schild: „Bitte nicht stören“. Dennoch frage ich mich, warum wir die Natur, die Weite und die Bewegung heraushalten wollen aus Prozessen, in denen es – nun ja – darum geht, unserer Natur näher zu kommen, den Blick zu weiten und  Bewegung in etwas hineinzubringen. Weiterlesen

Mit der „pädagogischen Unschärfe“ auf Schatzsuche

Als Teilnehmer eines Kurses für angehende Dialogprozessbegleiter war ich zu einer Übung der besonderen Art eingeladen:
Die Aufgabe bestand darin, in einer Kleingruppe Fotos von Kindern zu betrachten. (Wir wurden im Vorfeld des Seminars gebeten, Fotos unserer Kinder, bzw. uns nahestehender Kinder mitzubringen.)
Nacheinander sollten zu jedem Bild Gedanken zu drei Fragen aufgeschrieben werden:

  • Was sehe ich in diesem Kind?
  • Was fällt mir dazu ein?
  • Was bewundere ich an diesem Kind?

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Ingrid Holler: „Mit dir zu reden ist sinnlos … Oder?“

Konflikte klären durch Mediation mit Schwerpunkt GFK – ein Mediationshandbuch mit DVD

Ich erinnere mich an einen Workshop mit Marshall Rosenberg, in dem er Streitschlichtung als Anwendung der vier Schritte der GFK in zwei Richtungen beeindruckend demonstrierte: Es kam sowohl darauf an, Vorwürfe und Schuldzuweisungen immer wieder in die Sprache der Gefühle und Bedürfnisse zu übersetzen, als auch sicher zu stellen, dass die daraus resultierenden Botschaften vom jeweiligen Adressaten auch gehört werden, so dass sich gegenseitiges Verstehen entfalten kann. Weiterlesen

Welches Paar darf es heute sein?

„Ganz schön viel Unkraut wieder in ihrem Vorgarten, was?“ schnarrt Herr M. im Vorübergehen, während ich tapfer die Harke schwinge. Die Frühlingssonne verdunkelt sich von einer Sekunde auf die andere, und mein Kopfkino fängt an zu rattern: Weiterlesen

Selbstempathie: Eigene Gefühle und Bedürfnisse wahr- und ernstnehmen

Klangschalen

TeilnehmerInnen von Seminaren zur Gewaltfreien Kommunikation setzen sich anfangs gerne unter Stress mit dem Anspruch, Konfliktsituationen fortan unter Einsatz von 4-Schritte-Selbstmitteilungen und smarter Empathie souverän zu bewältigen.
Funktioniert das nicht, sehen sie die Gründe dafür mitunter in der „Ignoranz“ des Gegenübers oder aber in der GFK als solcher, weil sie eben doch nicht „alltagstauglich“ ist oder scheinbar irre viel Training und teure Aufbaukurse erfordert, bevor sie ihre Wirkung entfaltet.
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Auf Empathie-Entzug

tower-2„Wir müssen die Grenzen dichtmachen und dann die grausamen Bilder aushalten“, sagte AfD-Parteifunktionär Alexander Gauland in der vergangenen Woche der „Zeit“. Und weiter: „Wir können uns nicht von Kinderaugen erpressen lassen.“

Gauland ist kein unerfahrener Wirrkopf, hochgespült von der Pegida-Welle und versehen mit dem üblichen Verfallsdatum rechtspopulistischer Desperados. Der Sohn eines sächsischen Polizeioffiziers ist langjähriger Politprofi mit Stationen im Frankfurter Römer, der hessischen Staatskanzlei und dem Bundesumweltministerium. Weiterlesen

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