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André Gödecke

Dialogbegleitung für Gruppen und Teams

Was ist Dialog?

Ich beziehe mich hier auf ein Verständnis von Dialog im Sinne von Martin Buber und David Bohm. Danach handelt es sich um Gespräche, in denen echtes Zuhören, authentische Begegnung und gemeinsames Nachdenken stattfinden – Gespräche, in denen durch das Wirken kollektiver Intelligenz überraschende Erkenntnisse und völlig neue Ideen auftauchen. Innerhalb eines Dialoges stellen sich immer wieder neue und wesentliche Fragen, welche aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet und in der Tiefe erkundet werden. Unterschiedliche Sichtweisen werden nicht „ausdiskutiert“ oder unterdrückt, sondern als verschiedene Aspekte einer noch verborgenen, größeren Wahrheit betrachtet und erforscht.
Rückmeldungen von TeilnehmerInnen verweisen immer wieder auf eine besondere Qualität des Erlebens innerhalb dialogischer Prozesse: Entfallen bestimmte, aus der Alltagskommunikation bekannte Phänomene wie Ringen ums Wort, Eindruck-hinterlassen-wollen oder die Dominanz sprachgewandter Personen, entstehen Intensität, freier Fluss von Gedanken und die Erfahrung wirklich gehört zu werden.

Was erwartet Sie in der Dialogbegleitung?

Im Dialog sitzen die Teilnehmenden im Kreis. Als Dialogbegleiter lade ich mit spannenden Einstiegsfragen dazu ein, miteinander in Kontakt zu kommen, etwas Wesentliches von sich zu erzählen und wachsendes Interesse am Gegenüber zu entwickeln. Ich äußere Bitten für einen gelingenden Dialog (z.B. „Sprich von Herzen und fasse dich kurz.“) und halte diese am Flipchard oder auf Plakaten für alle sichtbar fest.
Anschließend bringe ich mithilfe einer Übung, einer Fragestellung oder eines Textes den Dialog zum gewünschten Thema auf den Weg. Meine Aufgabe besteht darin, bei Bedarf immer wieder auf die Bitten zu verweisen, das Gespräch mit Fragen und Impulsen am Laufen zu halten und dafür zu sorgen, dass jeder und jede den Raum bekommt, den er oder sie braucht, um sich mitzuteilen. In der Regel bedarf es eines Sprechgegenstandes, um diesen Raum zu garantieren und den Gesprächsfluss zu verlangsamen.
Am Ende geht dieser Sprechgegenstand noch einmal von Hand zu Hand die Runde herum, verbunden mit der Einladung zu einem persönlichen Schlusswort.
Meine Aufgabe ist es nicht , die Beiträge zu bewerten oder am Ende noch etwas Kluges oder Zusammenfassendes zu sagen. Ich erkenne damit an, dass jeder Beitrag für sich steht und dass sich Lernen im Dialog höchst individuell und eigensinnig vollzieht.

In welcher Form findet Dialogbegleitung statt?

Ich biete Teams, Vereinen, Projektgruppen, Initiativen etc. Dialogbegleitung an, um diese darin zu unterstützen, zu einem klareren, erfüllteren und produktiveren Miteinander zu kommen. Über die Anzahl der Treffen, die thematische Ausrichtung usw. sollten wir uns individuell verständigen. Möglich und lohnenswert ist es auch, z. B. Teamberatungen, Klausuren oder Projektreffen einmal in Form von Dialogen durchzuführen.

Wenn Sie den Dialog kennenlernen und erleben möchten, sind Sie herzlich eingeladen an den Dialogen UNTER FREIEM HIMMEL teilzunehmen.

Informationen zum Dialog zum Download:

Schopp-Marek: Das Dialogische Prinzip – nötiger denn je!

Loser-Kalbermatten: Dialog bei D. Bohm

Dialog-Regeln/Einladung zum Dialog (J. Schopp)

SWR-Radio: Der Dialog (Link zum Audiobeitrag vom 15.4.2009)

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