„Brücken bauen statt Gräben vertiefen“ – Bürger:innendialog in Radebeul

Dialog, so scheint es, ist gerade nicht so angesagt. Kaum hatte Vodka Darth Vader Ende Februar beschlossen, Wohnblocks und Geburtskliniken zu bombardieren, landete Dialog in der Sonderpostenwühlkiste im Schatten begehrter Saisonartikel wie Luftabwehrraketen, Panzerfäusten und Stahlhelmen.

Dennoch erreichte mich – ebenfalls Ende Februar – eine Anfrage aus Radebeul zur Begleitung eines „Bürgerdialogs zur Corona-Politik“. Das beschauliche Radebeul, hübsch möbliert mit Gründerzeit-Villen, erstreckt sich kurz vor den Toren Dresdens zu Füßen imposanter Weinberge. Das Team der örtlichen Volkshochschule, wo ich im Jahr 2019 schon einmal ein Dialog-Seminar abhielt, war vom Bürgermeister mit der Durchführung dieser Veranstaltung betraut worden. Im dialogischen Ansatz sah es eine Chance, dieses ambitionierte Vorhaben leidlich zu meistern.

Vor einiger Zeit hatten wir beim Dialog unter freiem Himmel in Halle bereits dieses Thema: Es stellte sich heraus, dass das Gesprächsformat durchaus trägt, wenn es darum geht, Leute aus unterschiedlichen „Blasen“ miteinander in ehrlichen Austausch zu bringen. Natürlich ploppte dann und wann auch Polemik auf, sorgten bestimmte Sichtweisen immer mal wieder für Schnapp-Atmung. Aber im Großen und Ganzen gelang es den Teilnehmenden einander zuzuhören und immer wieder von sich persönlich zu sprechen, statt der Versuchung zu erliegen, dem Gegenüber „die Welt zu erklären“. So gab es beim persönlichen Schlusswort (Das ist die letzte Phase eines Kreisdialoges) sogar Äußerungen, die ein gewisses Verständnis gegenüber eigentlich konträren Sichtweisen durchblicken ließen.

In Erinnerung an diese gute Erfahrung sagte ich den Radebeuler Kolleg:innen zu – wohlwissend, dass es sich im Vergleich zum oben beschriebenen Halleschen Gesprächskreis um eine ganz andere Hausnummer handelt: Als Veranstaltungsort diente eine Turnhalle, und es war nicht klar, wie viele Menschen kommen würden. Klar war hingegen, dass viele von ihnen auch Teilnehmer:innen der Radebeuler Montagsspaziergänge sein würden. Aber als Dialogfan und selbst ernannter Forscher in Sachen guter Gesprächskultur verspürte ich einen starken Ruf, die Komfortzone mal wieder zu verlassen und gemeinsam mit anderen in dieser Richtung interessierten Menschen neue Erfahrungen zu sammeln und zu lernen.

Spoiler: Das Konzept ging auf und es ging eben auch nicht auf.

Es kamen ungefähr neunzig Menschen, welche auf Stühlen und Turnbänken Platz nahmen. In der Mitte der Halle war ein Kreis mit sechzehn Stühlen aufgebaut, in welchem der Dialog stattfinden sollte. Die Idee war, dafür zu sorgen, dass immer ein paar Plätze frei bleiben, sodass Leute jederzeit von außen nach innen bzw. von innen nach außen wechseln konnten, um prinzipiell allen Anwesenden die Teilnahme am Dialog zu ermöglichen. Zunächst aber, nach der Begrüßung durch eine Mitarbeiterin der Volkshochschule und den Oberbürgermeister, bat ich alle anwesenden Gäste darum, sich von ihren Plätzen zu erheben und auf eine Person zuzugehen, die sie nicht kennen. Anschließend durfte der zusammengefaltete Zettel geöffnet werden, den die Besucher:innen am Einlass erhielten, um zu den darin enthaltenen Fragen miteinander ins Gespräch zu kommen:

  • Woran erinnerst du dich zuerst, wenn du an den Beginn der Corona-Zeit vor zwei Jahren denkst?
  • Wer oder was hat dir dabei geholfen, bis jetzt durch diese Krise zu kommen?
  • Mit Blick auf die kommenden Wochen und Monate: Was ist dein größter Wunsch für das Miteinander hier in deiner Stadt?

Es folgten 20 Minuten lebhafter Unterredung, und ich beobachtete beim Umherspazieren zwischen den Pärchen viele Momente lebendiger Begegnung und Freude am Erzählen und Zuhören. Das erlöste mich vom ersten Gefühl der Beklommenheit angesichts der ungewohnten Dimensionen dieser Veranstaltung – ich leitete zuversichtlich die nächste Phase, den Kreisdialog, ein.

Dazu präsentierte ich die Dialog-Empfehlungen* und erläuterte die Spielregeln: Zum Reden bitte den Sprechgegenstand (d.h. das schnurlose Mikrophon) benutzen, Dialog-Empfehlungen beherzigen, bei Bedarf die in der Mitte befindliche Klangschale anschlagen (als Aufforderung zum Innehalten und zur Besinnung auf eben jene  Dialog-Empfehlungen).

Es begann mit einer Checkin-Runde, bei der das Mikro einmal eine Runde reihum ging – Frage: Was bewegt dich mit Blick auf die aktuelle Corona-Politik? Anschließend landete das Mikro auf einem Tischchen in der Mitte. Hat jemand etwas zu sagen, geht er oder sie in die Mitte, nimmt sich das Mikro, setzt sich wieder hin, spricht und legt es danach wieder zurück. Klingt erstmal umständlich, ist aber hoch wirksam, weil dadurch jener Rhythmus und jene Atempausen entstehen, welche den Teilnehmenden das Gefühl vermitteln, dass Raum da ist – Raum für Hinhören, für Nachdenklichkeit, fürs Kommenlassen neuer Gedanken, fürs Sich-berühren-lassen …

Von nun an reihten sich innerhalb des Kreises die Beiträge aneinander – einige davon geprägt von starker Emotionalität und individueller Beladenheit, wie es bei Corona-Themen nun mal oft der Fall ist. Manches, und sei es noch so irritierend, braucht wohl erst einmal Ausdruck und Gehör, bevor sich irgendwann im Kreis das Interesse füreinander entfalten kann. Aber ich möchte an dieser Stelle nicht auf die Inhalte eingehen, sondern im Sinne der Weiterentwicklung guter dialogischer Praxis über den Gesprächsverlauf und seine Herausforderungen reflektieren.

Zunächst freute ich mich darüber, dass die Teilnehmenden sich nahezu durchweg auf die dialogischen Spielregeln einließen, welche ja einen Unterschied zu den üblichen Bürger:innenversammlungen oder Talkrunden bewirken sollten. Dennoch kam es zu Phänomenen, die jener entschleunigten Gesprächskultur, welche ich mir erhoffte, einigermaßen entgegenwirkten. Am Ende schlich sich der Talkrunden-Style dann leider doch noch durch die Hintertür ein – Anne Will partout mitmischen. Hier im Rückblick  ein paar dieser „Phänomene“:

  • Klatschen: Vom ersten Beitrag an war ich damit konfrontiert, dass immer wieder geklatscht wurde, wenn die sprechende Person das Mikro zurücklegte. Klatschen unterläuft das für den Dialog charakteristische kurze Pausieren zwischen den Beiträgen und sorgt für eine Emotionalisierung des Austausches. Zumal das Klatschen, je nach Beitrag, wohl immer auch die Zugehörigkeit zu einem bestimmten Lager (Spaziergängerin, Gegendemonstrant …) unterstreichen sollte. Natürlich wäre es völlig unangemessen gewesen, den Teilnehmenden das Klatschen zu untersagen. Mit Blick auf künftige Gesprächsrunden dieser Art bewegt mich dennoch die Frage, wie man im Vorfeld des Austausches eine gut begründete und nachvollziehbare Bitte dahingehend äußern könnte.
  • Fakten und Studienergebnisse: Entgegen der wiederholten Bitte, möglichst über persönliches Erleben und in der Ich-Form zu reden, war es einigen Teilnehmer:innen sehr wichtig, vermeintlich gesichertes Wissen und Studienergebnisse (z.B. zur Wirksamkeit von Impfungen und des Maskentragens) zu präsentieren. Dies führte immer wieder zu Diskussionen über Falsch und Richtig und zu mächtigem Rumoren in der Halle – und weg vom jeweils Eigenen. Die eindringliche Bitte eines Teilnehmers, auf das Referieren von Fakten zu verzichten, wurde in der Folge leider auch kaum beherzigt. Hier bräuchte es womöglich noch einmal mehr Klarheit in der Formulierung des Ziels eines Kreisdialoges: Weg vom Brillieren bzw. Appellieren mithilfe von mehr oder weniger gesicherten Fakten – hin zum Teilen persönlicher Gedanken und individueller Wahrnehmung. Wird dies vorab dargelegt, kann die Dialogbegleitung im Verlauf besser darauf Bezug nehmen und bei Bedarf darauf hinwirken, dass es nicht zu Pro- und Kontra-Diskussionen zwischen Hobby-Virolog:inen kommt.
  • Klangschale als Unterbrechung: Im Zuge aufkommender emotionaler Hitze nutzen aufgebrachte Teilnehmer:innen die Möglichkeit der Klangschale wiederholt als Versuch, eine gerade sprechende Person plump zu unterbrechen – wohl, weil diese etwas für sie sehr Unangenehmes aussprach. Auch hier ist künftig eine noch plausiblere Erklärung von Idee und Zweck dieses Dialogwerkzeuges nötig.

Der Radebeuler Bürger:innendialog fand unter dem Titel „Brücken bauen statt Gräben vertiefen“ statt. Der Oberbürgermeister wertschätzte in seinem Schlusswort den Austausch als wichtigen ersten Schritt und stellte eine Fortsetzung der Gespräche in Aussicht. Vom Bau einer Brücke konnte aus meiner Sicht jedoch noch keine Rede sein – eher von mehr oder weniger vehement vorgetragenen Standortbestimmungen der „Bautrupps“ dies- und jenseits des Flusses, inklusive einer grundehrlichen Vermessung des zu überspannenden Abstandes. Womöglich ist dies aber eine wichtige Station auf dem Weg zu konstruktiver Verständigung und möchte, wie fast alles, was zum gelingenden Miteinander beiträgt, geübt und verstetigt werden. Ich wünsche es den Radebeuler:innen von Herzen, ebenso wie allen anderen Corona-Disput-geplagten Communitys! Das kommunikative „Handwerkszeug“ dafür existiert und hofft darauf, bald wieder vom Sonderposten-Status erlöst zu werden.

 

* Dialogempfehlungen (nach Johannes Schopp)

Folgende Empfehlungen helfen dabei, eine achtsame Gesprächsathmosphäre zu schaffen:

  • Jede/Jeder genießt den gleichen Respekt.
  • Ich mache mir bewusst, dass meine „Wirklichkeit“, nur ein Teil des Ganzen ist.
  • Ich genieße das Zuhören.
  • Ich brauche niemanden von meiner Sichtweise zu überzeugen.
  • Ich verzichte darauf, (m)eine Lösung über den Lösungsweg meines Gegenüber zu stellen.
  • Wenn ich von mir rede, benutze ich das Wort „Ich“ und spreche nicht von „man“
  • Bevor ich rede, nehme ich mir einen Atemzug Pause.
  • Ich rede von Herzen und fasse mich kurz.
  • Ich vertraue mich neuen Sichtweisen an.
  • Ich nehme Unterschiedlichkeit als Reichtum wahr.

*nach Johannes Schopp: „Eltern stärken. Die Dialogische Haltung in Seminar und Beratung

 

Neues Jahr, neuer Weg & ALLE WETTER Kreisgespräche

Der Beginn dieses Jahres war auch der Beginn meines Weges in die volle Selbständigkeit als Dialogprozessbegleiter und Erwachsenenbildner. Der Schwerpunkt liegt dabei auf den ALLE WETTER Kreisgesprächen – ein Ansatz, der sich in ca. fünfzehn Jahren Mediations- und Dialogpraxis in der Kinder- und Jugendarbeit entwickelt hat. Seit drei Jahren bilde ich pädagogische Fachkräfte darin fort. Trotz (oder gerade wegen?) Corona gab es in dieser Zeit immer mehr Anfragen aus Schulen, Horten und sozialpädagogischen Teams dazu. Schließlich geht es darum, einen Unterschied im Miteinander zu bewirken: Kinder und Jugendliche sollen mit ihrer Stimme gehört werden bzw. diese Stimme erst einmal entwickeln können. Engagierte Pädagog:innen – insbesondere jene, denen empathische Kommunikation und echte Partizipation am Herzen liegen – sollen ein Werkzeug an die Hand bekommen, mit dessen Hilfe Konflikte direkt zur Sprache gebracht und in Chancen verwandelt werden können.
Mittelfristig plane ich den Aufbau eines ALLE WETTER Mulitplikator:innenteams: Ich arbeite zwar gerne selbständig, aber nicht so gern allein. Ich wünsche mir, dass der Ansatz sich in den nächsten Jahren weiter entwickelt und neue Projekte angezettelt werden, um Humanität und Demokratie an Schulen usw. zu fördern.
Wenn dich das neugierig macht, schalte dich doch gerne mal bei einem der bevorstehenden ALLE WETTER Infotalks dazu!

Fortbildung ALLE WETTER – Kreisgespräche mit Gruppen

Zweitägige Fortbildung für Pädagog*inen und Führungskräfte in Halle (Saale) am 20 und 21.11.2020

„Alle Wetter“ ist eine Gesprächsform, die es ermöglicht, mit Schulklassen, Hortgruppen, Wohngruppen usw. über wichtige Themen ins Gespräch zu kommen und Ideen zu entwickeln. Ziel ist es, allen Kindern und Jugendlichen Gelegenheit zu geben, darüber zu sprechen, wie sie das Miteinander in der Klasse bzw. Gruppe erleben. Dabei sollen auch Konflikte aufgedeckt werden, ohne dass am Ende alle durcheinander reden oder schreien. So entsteht eine Atmosphäre, in der Wesentliches ausgesprochen und gehört wird – eine wichtige Voraussetzung für die Bereitschaft kreative Lösungen zu finden und künftig besser miteinander zu klarzukommen.
Der Gesprächsansatz ist ein Ergebnis langjähriger Praxis von Mediation in Schulen und Einrichtungen der Kinder- und Jugendarbeit. ALLE WETTER basiert dabei auf einer Gesprächshaltung, welche sich aus der Dialogphilosphie von Martin Bubers und David Bohm sowie der Gewaltfreien Kommunikatin nach M. Rosenberg ergeben.

Inhalte der Fortbildung:

Tag 1:

  • Einführung in die dialogische Haltung
  • Übungen zur Vertiefung dialogischer Kernfähigkeiten
  • Intervention bei starken Emotionen, Vorwürfen usw. – Gewaltfreie Kommunikation nach M. Rosenberg

Tag 2:

  • Dialogische Kreisgesprächen als Beitrag zu einer reifen Kultur des Umgangs mit Konflikten in pädagogischen Einrichtungen
  • Erarbeiten und Ausprobieren der 4 Phasen eines Alle-Wetter-Kreisgespräches
  • Austausch zu Fragen der Implementierung des Ansatzes im pädagogischen Alltag der Teilnehmenden – Möglichkeiten für Unterstützung und kollegialen Austausch in den kommenden Wochen und Monaten

 

Organisatorisches

Leitung: André Gödecke

Veranstaltungsort: CVJM-Familienzentrum Halle, Geiststr. 29 (2. Hof)

Datum und Uhrzeit:
20.11.2020, 9.00 – 17.00 Uhr
21.11.2020, 9.00 – 16.00 Uhr

Anmeldung:
über Oliver Gerth
(https://olivergerth.de/#allewetter)

T: +49 (0)345 29 44 110
M: +49 (0)175 20 22 88 9
mail[at]olivergerth.de

Seminargebühr: 195,00 € / ermäßigt 145,00 €

Mappe für Teilnehmende von Alle-Wetter-Fortbildungen

Bildnachweis Artikelfoto: © Christian Schwier – adobe stock

 

Von verborgenen Schätzen in rauer Umgebung

Vor einiger Zeit war ich als Prozessbegleiter für einen Dialogkreis mit GrundschullehrerInnen und HorterzieherInnen in meiner Heimatstadt engagiert. Die PädagogInnen waren unzufrieden mit dem oftmals von Frust und Vorurteilen geprägten Verhältnis zwischen beiden Professionen und den daraus resultierenden Reibungsverlusten in der täglichen Zusammenarbeit bzw. Nicht-Zusammenarbeit. Sie wollten mehr voneinander hören und gemeinsam darüber nachdenken, wie Austausch und Kooperation künftig besser gelingen können.

Zu Beginn der Gesprächsreihe lud ich die Beteiligten dazu ein, in zwei Gruppen mithilfe verschiedener Materialien jeweils eine Insel zu erschaffen: eine Insel namens „Hort“ – gestaltet von den ErzieherInnen und eine Insel namens „Schule“ – gestaltet von den LehrerInnen. Besonderes Augenmerk lag dabei auf dem Schatz, denn schließlich ist so eine Insel ja viel interessanter, wenn dort irgendwo ein vergrabener Schatz schlummert.

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Seite für ALLE-WETTER-Kursteilnehmer*innen

Für alle interessierten Teilnehmer*innen an der ALLE-WETTER-Tagesseminarn zu Kreisgesprächen mit Schulklassen gibt es jetzt eine eigens dafür erstellte Homepage! Hier finden Sie die Materialien sowie aktuelle Informationen und Veranstaltungshinweise. Geplant ist ein Forum, in dem sich die Teilnehmer*innen über ihre Erfahrungen mit dem Konzept austauschen können. Hier geht´s zur Seite: http://allewetter.org

Foto: André Gödecke

ALLE WETTER – Ein dialogischer Ansatz für Gespräche mit Schulklassen und Gruppen

Seit Anfang der 2000er Jahre praktiziere ich Streitschlichtung mit Schulklassen und biete Fortbildungen für Lehrer*innen und Erzieher*innen zu diesem Thema an. Als besonders wertvoll erwies sich dabei die Gewaltfreie Kommunikation nach M. Rosenberg. Später begegnete mir die dialogische Haltung und mit ihr die Möglichkeit, behutsam und kraftvoll zugleich Raum zu schaffen – Raum für ehrliche Äußerungen, neue Gedanken und für Gefühle, deren Ausdruck Bewegung in erstarrte Situationen bringen kann. Weiterlesen

Wettersymbole nun „aus einem Guss“

Die Kreisgespräche beruhen auf der Verwendung von Wettersymbolen – und mir war von Anfang an nicht egal, wie diese aussehen. Jedoch haben weder meine eigenen Zeichenkünste, noch auch das Durchforsten von Bilddatenbanken zur Zufriedenheit geführt. Die Google-Bildersuche erschien zwar verlockend, ist aber wohl die schlechteste aller Ideen …

Aber wozu lebt man mit einer Malerin zusammen? Beate Gödecke war so freundlich, die fünf Alle-Wetter-Symbole zu erstellen, und ich finde, das Ergebnis kann sich sehen lassen 🙂

© Beate Gödecke – beategoedecke.de

 

Mit der „pädagogischen Unschärfe“ auf Schatzsuche

Als Teilnehmer eines Kurses für angehende Dialogprozessbegleiter war ich zu einer Übung der besonderen Art eingeladen:
Die Aufgabe bestand darin, in einer Kleingruppe Fotos von Kindern zu betrachten. (Wir wurden im Vorfeld des Seminars gebeten, Fotos unserer Kinder, bzw. uns nahestehender Kinder mitzubringen.)
Nacheinander sollten zu jedem Bild Gedanken zu drei Fragen aufgeschrieben werden:

  • Was sehe ich in diesem Kind?
  • Was fällt mir dazu ein?
  • Was bewundere ich an diesem Kind?

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Ingrid Holler: „Mit dir zu reden ist sinnlos … Oder?“

 

Konflikte klären durch Mediation mit Schwerpunkt GFK – ein Mediationshandbuch mit DVD

Ich erinnere mich an einen Workshop mit Marshall Rosenberg, in dem er Streitschlichtung als Anwendung der vier Schritte der GFK in zwei Richtungen beeindruckend demonstrierte: Es kam sowohl darauf an, Vorwürfe und Schuldzuweisungen immer wieder in die Sprache der Gefühle und Bedürfnisse zu übersetzen, als auch sicher zu stellen, dass die daraus resultierenden Botschaften vom jeweiligen Adressaten auch gehört werden, so dass sich gegenseitiges Verstehen entfalten kann. Weiterlesen