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	<title>Coaching Archive - andregoedecke.de</title>
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		<title>Die innere Nachbarschaft</title>
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		<dc:creator><![CDATA[André]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 26 Oct 2025 09:45:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blogartikel]]></category>
		<category><![CDATA[Achtsamkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Coaching]]></category>
		<category><![CDATA[Friedemann Schulz von Thun]]></category>
		<category><![CDATA[Inneres Team]]></category>
		<category><![CDATA[Wertequadrat]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Heute ist der 3. Oktober, Tag der Deutschen Einheit. Was mich an dieses Lied denken lässt &#8211; und an jenen ominösen Mann, der darin erwähnt wird. Zumindest hätte ich bis vor kurzem [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Heute ist der 3. Oktober, Tag der Deutschen Einheit. Was mich an dieses <strong>Lied</strong> denken lässt &#8211; und an jenen<strong> </strong>ominösen<strong> Mann</strong>, der darin erwähnt wird. Zumindest hätte ich bis vor kurzem noch schwören können, dass er in Marius Müller-Westernhagens Ohrwurm vorkommt – mit feierlicher Mine, glasigen Augen und schwankendem Gang, mitten unter den Gästen des besungenen Großereignisses!</p>
<p>Als ich aber kürzlich den Songtext googelte, um zu herauszufinden, wie der Name des Mannes genau geschrieben wird, realisierte ich – enttäuscht und um Fassung ringend – dass ich Opfer einer „<strong>Verhörung</strong>“ geworden bin! Dabei sehe ihn immer noch ganz klar vor mir &#8211; hoch gewachsen, Dreitagebart, in einem grün-lila 90er-Jahre-Jogginganzug steckend: <strong>Mein Nachbar Faularek</strong>.</p>
<p>Stattdessen las ich nun schwarz auf weiß:</p>
<p><em>Die Kapelle, rumm ta ta<br />
Und der Papst war auch schon da<br />
Und mein Nachbar <strong>vorneweg</strong><br />
Freiheit, Freiheit …</em></p>
<p>Na ja, ehrlich gesagt ist mir im realen Leben noch nie eine Person namens Faularek begegnet. Aber ich ging wohl davon aus, dass es in der Region Rhein/Ruhr, woher der Sänger stammt, ganz sicher Leute dieses Namens geben musste. Denn wo einst <strong>Horst Schimanski</strong> fluchend und prügelnd für Ordnung sorgte, existierte gewiss immer auch ein Nachbar Faularek in der Nähe!</p>
<p>Aber nein &#8211; Faularek gab es seit gut 35 Jahren also <strong>nur in meinem Kopf</strong>: Wütend schwadroniert er darüber, dass „sogenannte Originaltexte“ völlig überbewertet und nur für woke Erbsenzähler von Bedeutung sind. In all der Zeit hat er ein Eigenleben entwickelt, und er denkt gar nicht daran, das Feld zu räumen.</p>
<p>Mannigfaltig mischt er in meinem Alltag mit – mischt auch meine Vorstellung von einem zielstrebigen, maßvollen und vernünftigem Leben regelmäßig auf: Beim Einkauf landet z.B. das Jever-Sixpack völlig überraschend neben dem Bio-Gemüse im Wagen. Oder ein Abend, gewidmet der Lektüre eines druckfrischen, sehnsüchtig erwarteten Fachbuches, endet am Ende dann doch vor dem Bildschirm bei John Wick und Wackelpudding.</p>
<p><em>Zwei Seelen wohnen, ach! in meiner Brust … </em>klagte schon Goethe über diese Art innerer Widersacher – nur dass in meiner Brust wohl <strong>mehr</strong> als zwei Seelen wohnen! <strong>Friedemann Schulz von Thun</strong>, dessen geniale Kommunikationsmodelle mich seit meinem Pädagogikstudium begleiten, hat mit dem <strong>Inneren Team</strong> einen Ansatz entwickelt, um diesem Zustand von Zerissenheit auf die Spur zu kommen: Gleichsam wie auf einer Theaterbühne erscheinen die inneren Persönlichkeitsanteile, um bei zu treffenden Entscheidungen oder bei sozialen Interaktionen jeweils ein Wörtchen mitzureden.</p>
<ul>
<li>Damit Nachbar Faularek nicht die Regie übernimmt, wird er wachsam eskortiert von zwei weiteren Figuren: Linkerhand vom <strong>Unternehmertyp</strong> – einem Neuzugang, der mir ständig beschwörend zuraunt, dass ich mich keinesfalls auf dem bereits Erreichten ausruhen soll &#8211; und dass es wichtig sei, permanent, „Prozesse zu bauen“, um den Kleinkram zu minimieren und Zeit für die wirklich einkommensrelevanten Tätigkeiten zu gewinnen.</li>
<li>Rechterhand flattert völlig außer Atem die <strong>kleine Fleißmeise</strong> im gebügelten Hemd: Fleißmeise nimmt z.B., wenn sie morgens halb zehn einen Termin in Magdeburg hat, nicht den Acht-Uhr-Zug von Halle, sondern den um sieben Uhr – sicherheitshalber! Denn zu spät ankommen beim Kunden geht gar nicht.</li>
<li>Daneben gibt es noch den <strong>Freelancer-Dude</strong>: Wenngleich schon etwas in die Jahre gekommen, trägt er gerne Hoody und hängt mit anderen Dudes im Coworking ab. Er nennt das „Netzwerken“ – was ihm immer wieder Ärger mit Unternehmertyp einbringt, der dabei nicht wirklich abrechenbare Ergebnisse erkennen kann.</li>
<li>Dann wäre da noch jener <strong>seltsame Vogel</strong>, der einfach nur Freude daran hat, Texte wie diesen in die Tastatur sickern zu lassen. Wenn er könnte, wie er wollte, würde er wohl ganze trübe Herbsttage damit zubringen …</li>
</ul>
<p>Da eine Fortsetzung dieser Aufzählung den Rahmen sprengen würde, wende ich mich lieber der Frage zu, wie mit so einer verrückten inneren Besetzung bitteschön ein funktionierender Alltag, respektive ein gelingendes Leben möglich sein soll.</p>
<p>Hier<strong> </strong>bietet Schulz von Thun das <strong>Modell des Wertequadrates</strong> an: Betrachtet man bspw. Faularek und Fleißmeise als entgegengesetzte Pole auf einer Skala, so lässt sich jedem dieser Pole auch eine <strong>Schwestertugend</strong> zuordnen – diese jeweils darüber gestellt ergibt dann das Quadrat:</p>
<p><img decoding="async" class="alignnone wp-image-3135 size-full" src="https://andregoedecke.de/wp-content/uploads/2025/10/Wertequadrat.png" alt="" width="666" height="605" srcset="https://andregoedecke.de/wp-content/uploads/2025/10/Wertequadrat.png 666w, https://andregoedecke.de/wp-content/uploads/2025/10/Wertequadrat-480x436.png 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 666px, 100vw" /></p>
<p>Demnach besteht Faulareks Schwestertugend in der <strong>Selbstfürsorge</strong>, während für Fleißmeise nach dieser Lesart so etwas wie <strong>Verlässlichkeit und </strong><strong>Sorgfalt </strong>gilt. Gelingender Alltag bzw. gelingendes Leben ergeben sich laut Schultz von Thun in der Regel aus der <strong>Balance </strong>bzw. aus einem sich <strong>ergänzendem Zusammenspiel </strong>zwischen den beiden jeweils entgegengesetzten Polen im oberen Teil des Quadrates.</p>
<p>Kommt es jedoch zu einseitiger Fokussierung auf jeweils <strong>eine </strong>der beiden Qualitäten, fällt die Tugend (z.B. Verlässlichkeit und Sorgfalt) irgendwann hinunter in die wenig tugendhafte <strong>übersteigerte Ausprägung </strong>(hier Perfektionismus). Dies passiert recht häufig und Du kennst es sicher aus eigener leidvoller Erfahrung! Die Lösung ist jedoch immer in greifbare Nähe: Ein gewisses Maß an Leidensdruck und Einsicht vorausgesetzt<strong>, </strong>liegt sie in einer Aufwärtsbewegung entlang der Diagonale in Richtung Schwestertugend des jeweils entgegensetzten Pols. Der Perfektionist oder die Perfektionistin ist also bspw. gut beraten, mal wieder mit ihren Emotionen in Verbindung zu kommen und sich um jene Bedürfnisse zu kümmern, die beim anstrengenden Ringen um optimale Ergebnisse auf der Strecke geblieben sind.</p>
<p>Interessant für Dialogprozesse ist in diesem Zusammenhang auch folgendes Phänomen: Je mehr sich Menschen in einen Pol hineinsteigern, desto eher sehen sie mit Blick auf den anderen Pol die jeweils übersteigerte Ausprägung – und reagieren entsprechend mit Abwertung oder kämpfen dagegen an. So kam es womöglich auch zur Polarisierung während der Corona-Pandemie: „Team Vorsicht“ sah bei denen, die den Maßnahmen eher kritisch gegenüberstanden, gerne das vermeintlich Unsolidarische und Egoistische – während „Team Freiheit“ den Finger anklagend auf die ihrer Meinung nach höchst unkritische „Systemtreue“ der anderen Seite richtete.</p>
<p>Es lohnt sich also, genauer hinzuschauen, was das angeprangerte Verhalten mit mir zu tun hat &#8211; und mit dem, was ich mir möglicherweise selber streng verwehre. Der „Arsch-Engel“, dem ich begegne, weist für gewöhnlich in Richtung der oben erwähnten Lösungsdiagonale.</p>
<p>Mit Blick auf Coaching hat mir das Konzept des inneren Teams geholfen, nicht immer gleich „aufzuspringen“ auf die vom Klienten oder der Klientin zu Beginn formulierte Zielvorstellung. D.h., statt daraus gleich einen sportlichen Fahrplan mit Etappenzielen und Umsetzungsschritten abzuleiten, geht es zunächst darum, die Situation auf der „inneren Bühne“ der Person zu erkunden:</p>
<ul>
<li>Mit welchen inneren Gegenspieler:innen bekommen wir es zu tun, wenn wir den Veränderungsprozess angehen?</li>
<li>Was geschieht, wenn wir auch diesen Persönlichkeitsanteilen empathische Aufmerksamkeit schenken &#8211; und was brauchen sie, um einer notwendigen Kursänderung ihr OK zu geben?</li>
<li>Welche Art von „Deal“ lässt sich zwischen den Protagonist:innen aushandeln, damit sie sich nicht gegenseitig blockieren oder sabotieren?</li>
</ul>
<p>Mich erinnernd an die Zeit der friedlichen Revolution 1989/90, freunde ich mich immer mehr mit der Idee eines <strong>inneren Runden Tisches </strong>an, wo sich Faularek, Unternehmertypi &amp; Co. ehrlich, kultiviert und auf Augenhöhe begegnen können.</p>
<p>Schade, dass jene seinerzeit am Runden Tisch praktizierte Dialogkultur in der Politik nicht mutig aufgegriffen wurde. Bleibt uns in diesen Tagen also nichts anderes übrig, als das Fahrrad wieder mal neu erfinden, und Gesprächsformate zu erproben, die sowohl Vielfalt, als auch Zusammenhalt möglich machen.</p>
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		<title>Nie wieder Kooperation mit Schule &#8211; es lebe die Kooperation mit Schule</title>
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		<dc:creator><![CDATA[André]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 Sep 2025 10:17:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blogartikel]]></category>
		<category><![CDATA[ALLE WETTER Kreisgespräche]]></category>
		<category><![CDATA[Coaching]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>
		<category><![CDATA[Teamdialoge]]></category>
		<category><![CDATA[Veränderung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Vor gut drei Jahren machte ich mich selbständig mit einem Gesprächsformat für Schulklassen bzw. mit Fortbildungen dazu für pädagogische Fachkräfte. Zu Beginn dieses Jahres musste ich mir eingestehen: ES LÄUFT [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong><span class="break-words tvm-parent-container"> <span dir="ltr">Vor gut drei Jahren machte ich mich selbständig mit einem Gesprächsformat für Schulklassen bzw. mit Fortbildungen dazu für pädagogische Fachkräfte. Zu Beginn dieses Jahres musste ich mir eingestehen: ES LÄUFT SO GAR NICHT NACH PLAN! Nach einer Phase von Katzenjammer, nach Mentoring, Coaching und einer Neuausrichtung meines Business bei laufendem Betrieb, möchte ich hier über diesen Prozess schreiben.</span></span></strong></p>
<p id="ember1239" class="ember-view reader-text-block__paragraph">Ich hatte mich von Beginn meiner Freiberuflichkeit an sehr stark auf den Bereich <strong>Schule </strong>fokussiert – in Kombination mit einem starken Weltverbesserungsmotiv:</p>
<ul>
<li>Mit den ALLE WETTER Kreisgesprächen (So nennt sich das o.g. Format) einen Beitrag leisten zur Humanisierung und Demokratisierung des Bildungssystems</li>
<li>Progressiven Pädagog:innen eine praktische Handhabe für neue Wege im Umgang mit Konflikten liefern</li>
<li>&#8230; und natürlich von all dem auch leben können.</li>
</ul>
<p id="ember1241" class="ember-view reader-text-block__paragraph"><em>Seriöse Markt- und Zielgruppenanalyse? Nicht doch!</em></p>
<p id="ember1242" class="ember-view reader-text-block__paragraph"><em>Nüchternes Abwägen von Risiken und Chancen? Chill mal!</em></p>
<p id="ember1243" class="ember-view reader-text-block__paragraph"><em>Plan B, falls es doch nicht so läuft, wie erwartet? Locker bleiben, Alter!</em></p>
<p id="ember1244" class="ember-view reader-text-block__paragraph">Es herrschte Prinzip Hoffnung, denn innerhalb meines damaligen kleinen Universums aus Podcasts, soziologischer Fachliteratur und Vorträgen von Bildungsinfluencern war ich mir sicher, auf der richtigen Spur zu sein! Ich konnte es kaum erwarten, mit meinen Angeboten bei jenen engagierten Pädagog:innen und Schulleitungen, die etwas verändern wollen, die weit, weit offenen Türen einzurennen.</p>
<p id="ember1245" class="ember-view reader-text-block__paragraph">Aber wie gesagt, es kam anders: Das Interesse hielt sich in Grenzen, und die Kooperationen, die ich einging, waren größtenteils enttäuschend. Es war in den meisten Fällen nicht die Förderung von Partizipation oder einer demokratischen Gesprächs- und Konfliktkultur, die man sich von der Zusammenarbeit mit mir erhoffte, sondern das <strong>Beheben von Disziplinproblemen.</strong></p>
<p id="ember1246" class="ember-view reader-text-block__paragraph">Nun, da waren sie bei mir ja an den Richtigen geraten …</p>
<p><img decoding="async" class="alignnone wp-image-2801 size-full" src="https://andregoedecke.de/wp-content/uploads/2025/09/Foto-sw.png" alt="" width="600" height="300" srcset="https://andregoedecke.de/wp-content/uploads/2025/09/Foto-sw.png 600w, https://andregoedecke.de/wp-content/uploads/2025/09/Foto-sw-480x240.png 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 600px, 100vw" /></p>
<div class="reader-image-block reader-image-block--full-width">
<figure class="reader-image-block__figure">
<div class="ivm-image-view-model reader-image-block__img-container">
<div class="ivm-view-attr__img-wrapper "></div>
</div><figcaption class="reader-image-block__figure-image-caption display-block full-width text-body-small-open t-sans text-align-center t-black--light"></figcaption></figure>
</div>
<p id="ember1248" class="ember-view reader-text-block__paragraph">In den Kreisgesprächen geht es hauptsächlich darum, einen geschützten Rahmen zu schaffen, in dem über das Miteinander in der Klasse, über persönliche Erlebnisse, Gefühle und Bedürfnisse gesprochen werden kann. Sie bieten Raum für ehrlichen Austausch, neue Ideen und ermöglichen es den Schüler:innen, ihre eigenen Gedanken und Vorschläge einzubringen. Die Aufgabe der Pädagog:innen besteht &#8222;lediglich&#8220; darin, aufmerksam zuzuhören, die Vorschläge und Ideen aufzugreifen und den Kindern im weiteren Verlauf bei der Umsetzung zu helfen. Trotz klarer Absprachen kam es seitens der beteiligten Lehrkräfte jedoch immer wieder zu „Standpauken“ und lautstarken Zurechtweisungen, wurden die Ideen der Kinder abgewertet oder die eigene Agenda in den Vordergrund gerückt.</p>
<p id="ember1249" class="ember-view reader-text-block__paragraph">Ich versuchte das eine Zeit lang als Einzelfälle oder Ausrutscher zu betrachten. Aber als es sich dann häufte, entschloss ich mich dazu, eine Art <strong>Sozialforschung in eigener Sache </strong>zu betreiben: Auf Basis einer Recherche zu aktuellen Ergebnissen von Schulforschung erstellte ich einen Fragen-Leitfaden und verabredete mich mit Lehrer:innen zu Interviews: Ich wollte genauer wissen, mit welchen Herausforderungen sie konfrontiert sind und welche Art von Unterstützung sie sich wirklich wünschten: Wo kann ich das Konzept noch optimieren, sodass es den Lehrkräften leichter fällt sich auf diese Prozesse einzulassen?</p>
<p id="ember1250" class="ember-view reader-text-block__paragraph">Es waren durchweg gute und intensive Gespräche, in denen ich noch einmal eine Menge über den Job als Lehrer:in und über die Realitäten innerhalb unseres Bildungssystems lernte. Ich bin meinen Interviewpartnerinnen sehr dankbar dafür &#8211; allerdings wurde mir spätestens bei der Auswertung schmerzhaft bewusst:</p>
<p id="ember1251" class="ember-view reader-text-block__paragraph"><em>Das Problem ist systemischer Natur.</em></p>
<p id="ember1252" class="ember-view reader-text-block__paragraph"><em>Es gibt für mich nichts zu optimieren.</em></p>
<p id="ember1253" class="ember-view reader-text-block__paragraph"><em>Ich sitze mit meinen Angeboten schlichtweg im falschen Zug.</em></p>
<p id="ember1254" class="ember-view reader-text-block__paragraph">Beispielsweise stellte sich heraus, dass die Kompetenz „Empathische Haltung und Beziehungsorientierung“, um deren Stärkung es in meiner Arbeit ja schwerpunktmäßig geht, in der Rangfolge der Relevanz für gute Klassenleitung relativ weit unten rangiert. Und nicht nur das: Lehrkräfte, die dem einen zu großen Stellenwert einräumen, kommen erfahrungsgemäß regelmäßig in Schwierigkeiten, weil wirklich ernst gemeinte Beziehungsorientierung auch immer mit einem gewissen Maß an zugestandener <strong>Wahlfreiheit </strong>einhergeht.</p>
<p id="ember1255" class="ember-view reader-text-block__paragraph">Nun bringt i.d.R. jeder Versuch, Wahlfreiheit innerhalb eines traditionell sehr restriktiven Umfeldes zu ermöglichen, immer erstmal eine Menge Unruhe ins System: Kinder und Jugendliche testen die erweiterten Grenzen aus bzw. drehen erstmal frei, bevor man in echte Kooperation mit ihnen kommt. Der Ärger mit Kolleg:innen, Schulleitung und Elternschaft folgt dann meist auf dem Fuß.</p>
<p id="ember1256" class="ember-view reader-text-block__paragraph">An diesem Punkt angekommen, dachte ich nur noch „Jetzt oder nie!“: Den sprichwörtlichen Zug verlassen und lieber heute als morgen den Umstieg zu bewerkstelligen, inklusive neuer Zielgruppe, neuer Webseite usw. usf. – um am Ende des Tages nicht an der Endstation Bad Pleitenhausen zu stranden!</p>
<p id="ember1257" class="ember-view reader-text-block__paragraph">Zum Glück gibt es für solche Lebenslagen Angebote wie Coaching und Mentoring. Die halfen mir dabei, nicht in Selbstzweifel und Fatalismus zu versinken, sondern den Blick mal ressourcenorientiert auf das zu richten, was ich jenseits von Schule bisher alles „nebenbei“ schon tue: Z.B. Teamdialoge und Mediation in Pflegeeinrichtungen, Supervision, Führungskräftecoachings usw. – <strong>und das endlich mal vom Kopf auf die Füße zu stellen und in den Mittelpunkt meines Business zu rücken</strong>!</p>
<p id="ember1258" class="ember-view reader-text-block__paragraph">Natürlich hadere ich immer noch ein wenig mit dem Verlust meiner „Mission“ &#8211; und das Gebot der Stunde lautet: Trotz deutlich reduzierter Weltverbesserungs-Attitüde jeden Morgen aufstehen, um meinen verdammten Kram auf die Reihe zu bekommen, die geschäftlichen Zahlen im Auge zu behalten &#8211; und natürlich immer wieder mein Bestes zu geben für meine Kunden!</p>
<p id="ember1259" class="ember-view reader-text-block__paragraph">Jetzt, ein gutes halbes Jahr nach dem Realitätsschock gehe ich übrigens immer noch an Schulen und mache ALLE WETTER Kreisgespräche bzw. Fortbildungen dazu – allerdings nur noch mit handverlesenen Kooperationspartner:innen und dadurch <strong>mit viel mehr Klarheit und Leichtigkeit</strong>! Denn die Kreisgespräche sind nun <strong>nicht </strong>mehr mein wichtigstes Standbein, und somit steht auch nicht mehr alles auf dem Spiel, wenn es mal wieder gewaltig knirscht in der Zusammenarbeit.</p>
<p id="ember1260" class="ember-view reader-text-block__paragraph">Außerdem muss ich inzwischen nicht mehr alles alleine wuppen, denn mir sind auf der bisherigen Reise wunderbare Mitstreiter:innen begegnet, die mir bei der mitunter etwas kniffligen Zusammenarbeit mit den Schulen immer wieder zur Seite stehen:</p>
<p class="ember-view reader-text-block__paragraph"><a href="https://www.schulerfolg-sichern.de/das-programm/regionale-netzwerkstellen/saalekreis.html" target="_blank" rel="noopener">Netzwerkstelle Schulerfolg Saalekreis</a></p>
<p class="ember-view reader-text-block__paragraph"><a href="https://www.schulerfolg-sichern.de/das-programm/landesweite-koordinierungsstelle.html" target="_blank" rel="noopener">Deutsche Kinder- und Jugendstiftung Sachsen-Anhalt</a>.</p>
<p id="ember1261" class="ember-view reader-text-block__paragraph">Funfact: Ich hatte seit Beginn meiner Selbständigkeit noch nie so viele Anfragen von Schulen wie in diesem Sommer und Herbst.</p>
<p><img decoding="async" class="alignnone wp-image-2802 size-large" src="https://andregoedecke.de/wp-content/uploads/2025/09/original_e6311fc0-b215-4e0d-adc8-31d2d4662b7f_IMG_20240809_1227293-1024x768.jpg" alt="" width="1024" height="768" srcset="https://andregoedecke.de/wp-content/uploads/2025/09/original_e6311fc0-b215-4e0d-adc8-31d2d4662b7f_IMG_20240809_1227293-980x735.jpg 980w, https://andregoedecke.de/wp-content/uploads/2025/09/original_e6311fc0-b215-4e0d-adc8-31d2d4662b7f_IMG_20240809_1227293-480x360.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1024px, 100vw" /></p>
<p id="ember1263" class="ember-view reader-text-block__paragraph">
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		<title>Die Welt ist, wie du sie siehst – oder warum du DIESES Accessoir heutzutage immer dabei haben solltest</title>
		<link>https://andregoedecke.de/die-welt-ist-wie-du-sie-siehst-oder-warum-du-dieses-accessoir-heutzutage-immer-dabei-haben-solltest/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[André Gödecke]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 15 Apr 2025 11:59:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blogartikel]]></category>
		<category><![CDATA[Coaching]]></category>
		<category><![CDATA[Elternarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Goldene Brille]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Als ich noch in der Familienbildung tätig war, besorgte ich mir – inspiriert durch die Dialog-Ausbildung bei Johannes Schopp – dieses Prachtexemplar von Brille. Ich benötigte sie, um thematischen Elternabenden, [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://andregoedecke.de/die-welt-ist-wie-du-sie-siehst-oder-warum-du-dieses-accessoir-heutzutage-immer-dabei-haben-solltest/">Die Welt ist, wie du sie siehst – oder warum du DIESES Accessoir heutzutage immer dabei haben solltest</a> erschien zuerst auf <a href="https://andregoedecke.de">andregoedecke.de</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Als ich noch in der Familienbildung tätig war, besorgte ich mir – inspiriert durch die Dialog-Ausbildung bei Johannes Schopp – dieses Prachtexemplar von Brille. Ich benötigte sie, um thematischen Elternabenden, welche ich zu dieser Zeit an Schulen und Kitas durchführte, einen gewissen Kick zu verleihen: Weg von der üblichen Vortragsschlaumeierei mit anschließendem Frage-Antwort-Pingpong, weg von der Rolle des „Bescheidwissers vom Dienst“, welcher ob seiner propagierten Erziehungsmaximen wahlweise angehimmelt oder in Grund und Boden bekrittelt wird.</p>
<p>So begannen viele meiner Elternabende mit der Einladung, sich reihum die goldene Brille aufzusetzen und etwas Persönliches zu sagen &#8211; bspw. zu der Frage:</p>
<p>„Was ist deine größte Freude mit Blick auf dein Kind?“</p>
<p>Dass die Menschen, mit diesem Scherzartikel auf der Nase überdies auch mehr oder weniger lustig aussahen, hob die Stimmung und lud dazu ein, das mitunter allzu sorgeberechtigte Elternabendgesicht abzulegen.</p>
<p>Damit ging es leichter ins eigentliche Credo der Veranstaltung: Loslassen, entspannen und realisieren, dass auch andere Eltern ihre Probleme haben &#8211; voneinander lernen und auch mal befreit lachen können über die dummen Fehler, die im normalen Wahnsinn des Familienalltages so passieren …</p>
<p><img decoding="async" class="alignnone wp-image-493 size-full" src="https://andregoedecke.de/wp-content/uploads/2025/07/IMG-20250330-WA0004-3359217.jpg" alt="" width="1121" height="630" srcset="https://andregoedecke.de/wp-content/uploads/2025/07/IMG-20250330-WA0004-3359217.jpg 1121w, https://andregoedecke.de/wp-content/uploads/2025/07/IMG-20250330-WA0004-3359217-980x551.jpg 980w, https://andregoedecke.de/wp-content/uploads/2025/07/IMG-20250330-WA0004-3359217-480x270.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1121px, 100vw" /></p>
<p><img decoding="async" class="alignnone wp-image-492 size-full" src="https://andregoedecke.de/wp-content/uploads/2025/07/IMG-20250330-WA0003-3359462.jpg" alt="" width="764" height="430" srcset="https://andregoedecke.de/wp-content/uploads/2025/07/IMG-20250330-WA0003-3359462.jpg 764w, https://andregoedecke.de/wp-content/uploads/2025/07/IMG-20250330-WA0003-3359462-480x270.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 764px, 100vw" /></p>
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		<title>Mindmovies: Mit deinem Unterbewusstsein ins Kino!</title>
		<link>https://andregoedecke.de/mindmovies-mit-deinem-unterbewusstsein-ins-kino/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[André]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 28 Dec 2024 20:37:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blogartikel]]></category>
		<category><![CDATA[Coaching]]></category>
		<category><![CDATA[Mindmovie]]></category>
		<category><![CDATA[Motivation]]></category>
		<category><![CDATA[Veränderung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Anfang 2023 &#8211; ich war frisch selbständig und ganz schön in der Sackgasse gelandet &#8211; buchte ich ein Coaching für mehr Sichtbarkeit und Positionierung. Der Coach gab mir gleich beim [&#8230;]</p>
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<p>Anfang 2023 &#8211; ich war frisch selbständig und ganz schön in der Sackgasse gelandet &#8211; buchte ich ein Coaching für mehr Sichtbarkeit und Positionierung. Der Coach gab mir gleich beim ersten Treffen die Aufgabe, ein Mindmovie zu erstellen &#8211; d.h. Affirmationen zu formulieren, diese in die Slides einer Fotoshow einzufügen und mit Musik zu hinterlegen.</p>
<p>Etwas skeptisch machte ich mich ans Werk &#8211; und siehe: Inmitten einer frustrierenden Situation, wo irgendwie nichts vorwärtszugehen schien, tat ich etwas, das nicht nur Spaß machte, sondern auch meine Stimmung insgesamt merklich aufhellte! Nachdem ich es mir zur Gewohnheit gemacht hatte, das so entstandene Video jeden Morgen bewusst anzuschauen, staunte ich nicht schlecht darüber, dass sich in der Folge plötzlich bemerkenswert positive Dinge ereigneten und mein Business peu a peu Fahrt aufnahm.</p>
<p>Natürlich trugen, ganz objektiv gesehen, am Ende in der Hauptsache andere, handfestere Stellschrauben dazu bei. Aber Mindmovies wirken auf das Unterbewusstsein ein &#8211; und das ist nun mal von großer Bedeutung, wenn es darum geht, ein Ziel oder eine Vision zu realisieren: Spielt das machtvolle Unterbewusstsein nicht mit, sind selbst die attraktivsten,  vernünftigsten und praktikabelsten Vorsätze für die Katz! Je nach Typ und persönlichem Geschmack liebt das Unterbewusstsein dabei schöne, bewegende und emotional gefärbte Bilder sowie Musik. Hollywood funktioniert so, und dasselbe Prinzip wird auch von der heutzutage allgegenwärtigen Werbeindustrie verwendet, um auf einer subtil-emotionalen Ebene Kaufentscheidungen zu stimulieren.</p>
<p>Warum also nicht ein hochwirksames Prinzip für sich persönlich und im Sinne einer guten Sache nutzen?</p>
<p>Ich möchte an dieser Stelle darauf hinweisen, dass ich mich beim Thema Mindmovie nicht auf die gleichnamige Internetplattform beziehe: Mithillfe einer kostenlosen Foto- und Videodatenbank sowie einem einfachen Video-Editor kann jede:r munter Mindmovies erstellen, ohne extra ein Abo dafür abschließen zu müssen! Ich selbst nutze Canva dafür &#8211; damit erstelle ich zu allen möglichen Themen, die mich gerade umtreiben, Mindmovies. Hin und wieder kreiere ich auch zusammen mit Coachingklient:innen Mindmovies mit Blick auf das jeweilige Entwicklungsziel. Mittlerweile verfüge ich über etwas Routine darin, sodass ich i.d.R. nicht länger als 20 Minuten für einen Clip benötige.</p>
<p>Im folgenden Video habe ich mal eine Kostprobe erstellt &#8211; sie ist gleichzeitig mein ermutigender Neujahrsgruß an dich! Ich wünsche dir einen guten Rutsch und einen erfolgreichen Start ins Neue Jahr &#8211; und sieh zu, dass am Filmset deines Lebens dir nichts und niemand den Regiestuhl streitig macht!</p>
<p><a href="https://www.canva.com/design/DAGanR1qWAs/VBKRvf4jqgIq8rmdn66M4g/watch?utm_content=DAGanR1qWAs&amp;utm_campaign=designshare&amp;utm_medium=link2&amp;utm_source=uniquelinks&amp;utlId=hba1b7959b1"><img decoding="async" class="alignnone wp-image-2268 size-medium" src="https://andregoedecke.de/wp-content/uploads/2025/08/Screenshot-451-300x162.png" alt="" width="300" height="162" /></a></p>
<p><a href="https://www.canva.com/design/DAGanR1qWAs/VBKRvf4jqgIq8rmdn66M4g/watch?utm_content=DAGanR1qWAs&amp;utm_campaign=designshare&amp;utm_medium=link2&amp;utm_source=uniquelinks&amp;utlId=hba1b7959b1">Link zum Video</a></p>
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		<title>Die Realität hinter der Realität: Dialog bei David Bohm</title>
		<link>https://andregoedecke.de/die-realitaet-hinter-der-realitaet-dialog-bei-david-bohm/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[André]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 30 Jun 2024 18:12:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blogartikel]]></category>
		<category><![CDATA[Achtsamkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Coaching]]></category>
		<category><![CDATA[David Bohm]]></category>
		<category><![CDATA[Dialog & Dialogische Haltung]]></category>
		<category><![CDATA[Mansplaining]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>„Oh nein, jetzt meldet sich auch noch Herr H. zu Wort – natürlich holt er wieder ganz weit aus und will uns wie immer die Welt erklären! Ob es auffällt, [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://andregoedecke.de/die-realitaet-hinter-der-realitaet-dialog-bei-david-bohm/">Die Realität hinter der Realität: Dialog bei David Bohm</a> erschien zuerst auf <a href="https://andregoedecke.de">andregoedecke.de</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><em>„Oh nein, jetzt meldet sich auch noch Herr H. zu Wort – natürlich holt er wieder ganz weit aus und will uns wie immer die Welt erklären! Ob es auffällt, wenn ich unter dem Tisch kurz meine Emails checke?“</em></p>
<p>Dieser Satz könnte aus einem jener inneren Dialoge stammen, die ablaufen, während Teamberatungen, Gesamtkonferenzen, Vorstandssitzungen usw. ihren Lauf nehmen – und uns immer wieder Stunde um Stunde wertvolle Lebenszeit kosten!</p>
<p>Der Physiker und transdisziplinäre Wissenschaftler David Bohm muss seinerzeit auch unter der teilweise miserablen Kommunikation innerhalb des Wissenschaftsbetriebes gelitten haben. Um guter Gesprächskultur und der Entfaltung kollektiver Intelligenz auf die Sprünge zu helfen, verknüpfte er Erkenntnisse aus der Quantenforschung mit seiner Philosophie der „Impliziten Ordnung“:</p>
<p>Materie und Geist sind laut Bohm nicht voneinander getrennt, sondern bilden eine Einheit. Unsere bekannte Welt, die wir mit unabhängigen Objekten, Raum und Zeit wahrnehmen, ist nur die äußere Erscheinungsform dieser Einheit. Darunter gibt es eine tiefere, uns normalerweise verborgene Ordnung, welche die wahre, grundlegende Realität darstellt. Innerhalb dieser Ordnung, so vermutet Bohm, ist das ganze Universum wie in einem Hologramm eingefaltet. Aus ihr entstehen immer wieder neue Formen, die sich verändern und wieder neu bilden.</p>
<p><img decoding="async" class="alignnone wp-image-2385 size-full" src="https://andregoedecke.de/wp-content/uploads/2024/06/bohm02.jpg" alt="" width="940" height="518" srcset="https://andregoedecke.de/wp-content/uploads/2024/06/bohm02.jpg 940w, https://andregoedecke.de/wp-content/uploads/2024/06/bohm02-480x265.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 940px, 100vw" /></p>
<p>Ich gebe zu, das war ein ziemlich großer Sprung! Bevor ich jetzt zu sehr in Theorie eintauche, schlage ich lieber den Bogen zurück zu unseren immer wiederkehrenden Nervereien an Konferenz-, Lehrerzimmer- oder Abendbrottischen. Schließlich hat David Bohm, ausgehend von seinen philosophischen Erkenntnissen, auch einen sehr praktischen &#8222;Werkzeugkasten&#8220; für Kommunikation in Gruppen entwickelt.</p>
<p>Gesetzt den Fall, ich befinde mich in der oben angedeuteten Situation – und mithilfe einer Eingebung gelingt es mir, Bohms imaginäre „holistische Brille“ aufzusetzen: Ich würde anerkennen, dass sowohl Herrn H.s ausufernde Rede, als auch meine Reaktion darauf (der plötzliche Drang Mails zu checken) zwei Phänomene darstellen, die zunächst erstmal Aufmerksamkeit verdienen – neugierige, entspannte Aufmerksamkeit! Denn nur wenn es gelingt, an einem solchen Punkt zu verlangsamen und eine erkundende, vorübergehend wertfreie Haltung einzunehmen, erschließt sich nach und nach die Ebene unter solchen äußeren Erscheinungsformen.</p>
<p>Bohm nennt das übrigens „Suspendieren“ – ein Wort, welches im Deutschen wohl eher mit unangenehmen Assoziationen verbunden ist. Es meint, dass wir in der Lage sind, einen in uns auftauchenden Impuls (z.B. eine emotionale Reaktion, eine starke Wertung, eine unangenehme Erinnerung usw.) „in der Schwebe zu halten“, statt unseren üblichen, meist unterbewusst gesteuerten Reaktion darauf freien Lauf zu lassen.</p>
<p>Gelänge dies, und könnten wir in einem nächsten Schritt sogar darüber in Dialog treten, würden wir vielleicht auf Herrn H.s innere Anspannung zu sprechen kommen, welche wahrscheinlich aus einer elementaren Erfahrung des Nicht-gehört-werdens resultiert. Vielleicht würden wir gemeinsam darüber nachdenken, wo in Schule, Berufsleben oder Politik heutzutage überhaupt so etwas wie echtes Gehört- und Gesehenwerden stattfindet und was es dort jeweils bräuchte, um diesem wichtigen Bedürfnis Rechnung zu tragen.</p>
<p>Sicher hätten wir aber auch darüber zu reden, woher dieser Impuls des Email-Checkens kommt, dieses frustrierte In-die-Vermeidung-gehen! Wäre es nicht besser, in diesem Moment etwas Mutig-ehrliches rauszuhauen – etwas, das uns wieder in die Verbindung bringt? Was zur Hölle ist irgendwann schiefgelaufen in Familie, Schule oder sonst wo auf meinem Lebensweg, und hindert mich heute so oft daran, selbstbewusst für meine Bedürfnisse einzustehen, in jedem Moment das pralle Leben in mir zu spüren und meine Integrität zu wahren?</p>
<p>Diese Denk- und Dialogschleifen wären natürlich nur zwei von unendlich vielen innerhalb der impliziten Ordnung „eingefalteten“ Möglichkeiten! Auch sind sie hier eher hypothetischer Natur und enspringen meinem kleinen, unruhigen Kopf, während ich hier allein vor mich hin schreibe. „Bohmscher Dialog“ dagegen meint, dass in einem Kreis einander in Aufmerksamkeit und Wahrhaftigkeit zugewandter Personen Gedanken frei fließen können, dabei Gehör und Resonanz finden und von Fall zu Fall auch gemeinsam weitergedacht werden. Dabei üben sich die Teilnehmenden darin, Bewertungen, Imponiergehabe, ungefragte Ratschläge, „Mansplaining“, Harmoniesucht und andere Dialogkiller weitgehend zu vermeiden. Sie praktizieren achtsames Zuhören, Suspendieren und Reden von Herzen – versuchen immer wieder die Balance von Zuhören und Sprechen zu erspüren.</p>
<p>Ziel ist es, möglichst viele der in der Gruppe vorhandenen Gedanken, Erfahrungen, Emotionen, Ideen usw. einzuladen und dadurch zu einem ganzheitlicheren Verständnis zu kommen, Fremdverstehen zu ermöglichen und ganz neue Gedanken, Ideen und Handlungsimpulse aufsteigen zu lassen. Dies geschieht nicht wie in den meisten alltäglichen Gruppengesprächen durch Pro- und Kontra-Diskussionen, Abspulen zurechtgelegter „Textbausteine“ oder rhetorisches Brillieren, sondern durch eine erkundende Haltung allem gegenüber, was geteilt werden möchte, und sei es scheinbar noch so abwegig oder schwer nachvollziehbar.</p>
<p>Für mich verwende ich dafür gerne das Bild eines 1000-Teile-Puzzels, bei dem der Karton mit der Bildvorlage fehlt: Nur durch sorgfältiges Einsammeln, Beisammenhalten und aufmerksames Aneinanderlegen der Teile kommen wir zum „Endbild“ – also bezogen auf den Dialog zu einer überraschenden Erkenntnis, zu einer neuen Ebene von Wahrheit oder zur Entfaltung kollektiver Intelligenz.</p>
<p><img decoding="async" class="alignnone wp-image-2387 size-full" src="https://andregoedecke.de/wp-content/uploads/2024/06/bohm03.jpg" alt="" width="1245" height="713" srcset="https://andregoedecke.de/wp-content/uploads/2024/06/bohm03.jpg 1245w, https://andregoedecke.de/wp-content/uploads/2024/06/bohm03-980x561.jpg 980w, https://andregoedecke.de/wp-content/uploads/2024/06/bohm03-480x275.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1245px, 100vw" /></p>
<p>In besonders lichten Momenten touchieren wir vielleicht auch mal die von Bohm postulierte implizite Ordnung. Wenn darin eine unendliche Zahl „eingefalteter“ Möglichkeiten existiert, werden doch sicher auch ein paar dabei sein, die unserer Welt an dem Punkt, wo sie sich gerade befindet, mega guttun würden!</p>
<p>Wenn du bis hierhin gelesen hast und Resonanz verspürst &#8211; wenn du dich fragst, wie sich diese zwischenmenschlichen Qualitäten in Pädagogik, Unternehmensführung, Supervision etc. kultivieren lassen, lass uns gerne ins Gespräch kommen! Ich bin nun schon seit über 15 Jahren als Dialogprozessbegleiter tätig, verfüge über einen reichen Erfahrungs- und Methodenschatz darin und praktiziere bewährte dialogische Formate:</p>
<p>Teamdialoge (als Variante von Supervision)<br />
Workshops „Einführung in die dialogische Haltung“ und Vertiefungskurse<br />
ALLE WETTER Kreisgespräche® für Schulklassen und Teams sowie Fortbildungen dazu<br />
Offener Dialograum für Pädagog:innen<br />
Dialogische Elternabendreihen nach dem Konzept ELTERN STÄRKEN (Johannes Schopp)<br />
Dialog unter freiem Himmel</p>
<p>Ich sehe darin eine effektive Form, um gute Kommunikation, gleichwürdiges Miteinander und demokratische Führungsqualitäten zu stärken. Darüber hinaus lassen sich mithilfe es Dialogs neue Wege im Umgang mit Konflikten beschreiten. All das dient einer dringend notwendigen Humanisierung von Schulen, Kinderheimen und sozialpädagogischen Einrichtungen, damit Kinder und Jugendliche immer mehr die Möglichkeit bekommen, für sich selbst zu sprechen und ihre Stimme innerhalb der Gemeinschaft zu entwickeln. Die in diesen Tagen so oft beschworene „Demokratiebildung“ sollte sich nicht darauf beschränken, unser politisches System kennenzulernen und den Bundestag zu besuchen.</p>
<p>Dialogische Praxis funktioniert übrigens nicht nur im pädagogischen Feld: Sie bewährt sich zunehmend auch in Unternehmen und Behörden. Meine Kolleg:innen und ich machen seit einiger Zeit ermutigende Erfahrungen damit.</p>
<p>Weiterführendes:</p>
<p><a href="https://lernende-organisationen.ch/dialog/" target="_blank" rel="noopener">https://lernende-organisationen.ch/dialog/</a><br />
<a href="https://www.thalia.de/shop/home/artikeldetails/A1070790768" target="_blank" rel="noopener">Buch von David Bohm</a></p>
<p>Bildnachweise:<br />
Höhle: unsplash.com<br />
David Bohm: Wikipedia<br />
Puzzle: unsplash.com</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://andregoedecke.de/die-realitaet-hinter-der-realitaet-dialog-bei-david-bohm/">Die Realität hinter der Realität: Dialog bei David Bohm</a> erschien zuerst auf <a href="https://andregoedecke.de">andregoedecke.de</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>WU WEI &#8211; oder höchste Zeit, die Brechstange aus der Hand zu legen</title>
		<link>https://andregoedecke.de/wu-wei-oder-hoechste-zeit-die-brechstange-aus-der-hand-zu-legen/</link>
					<comments>https://andregoedecke.de/wu-wei-oder-hoechste-zeit-die-brechstange-aus-der-hand-zu-legen/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[André]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 Sep 2023 19:47:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blogartikel]]></category>
		<category><![CDATA[Bewusstes Nichtstun]]></category>
		<category><![CDATA[Coaching]]></category>
		<category><![CDATA[Laotse]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#8222;Tu nichts, und nichts bleibt ungetan.&#8220; (Laotse) Immer wieder geschieht es, dass in dem Moment, wo uns eine Situation rettungslos verfahren erscheint, plötzlich eine überraschende Lösung wie aus dem Nichts [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<header id="shareLocation">
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<p class="post-title"><em>&#8222;Tu nichts, und nichts bleibt ungetan.&#8220; (Laotse)</em></p>
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<p>Immer wieder geschieht es, dass in dem Moment, wo uns eine Situation rettungslos verfahren erscheint, plötzlich eine überraschende Lösung wie aus dem Nichts auftaucht &#8211; und wir anerkennen müssen, dass das Leben offenbar um soviel schlauer ist, als unser Alltagsverstand.</p>
<p>Die Frage ist, ob wir dem mehr vertrauen können, oder ob es sogar möglich ist, eine Art von Lebenskunst zu entwickeln, die solche Phänomene &#8222;einlädt&#8220;. Fragen über Fragen &#8211; aber zum Glück haben sich schon vor ca. 3000 Jahren weise Menschen in China dazu Gedanken gemacht &#8211; und dieser Art von Lebenskunst auch einen Namen gegeben: Wu wei.</p>
<p>Das Wu wei ist ein Konzept aus dem Taoismus und meint &#8222;Nicht-Handeln&#8220; oder &#8222;Nicht-Tun&#8220;. Dabei geht es jedoch nicht um Aufschieberei oder Faulheit, sondern um Handeln bzw. Nicht-Handeln im Einklang mit dem natürlichen Fluss des Tao &#8211; also jenes unbestimmten und schwer benennbaren Prinzips, welches den Mystikern als Urgrund und Quelle allen Seins galt.</p>
<p>Ein Hörbuch (siehe weiter unten) regte mich dazu an, etwas zu diesem Thema zu schreiben &#8211; in einer Zeit, in der es für mich immer mehr darum geht, ein gewisses Maß an Ungewissheit zu ertragen, anstatt mich immer nur von Ergebnissen abhängig zu machen und angestrengt auf Einflussnahme und Kontrolle zu setzen. Um nicht schon wieder den Rahmen eines Blogartikels zu sprengen, beschränke ich mich an dieser Stelle mal auf drei essenzielle Maximen:</p>
<ul>
<li>Realisiere die Begrenzungen deines Alltagsverstandes, denn er ist nur das Produkt vergangener Erfahrungen, welche lediglich einem winzig kleinen und zudem arg verzerrten Ausschnitt der Realität entsprechen.</li>
</ul>
<ul>
<li>Erkenne an, dass die Welt außerhalb deiner begrenzten Modelle im Kopf eine ungeahnte Fülle von Lösungen für alle deine Fragen und Probleme bereithält &#8211; so du es denn schaffst, öfter im gegenwärtigen Augenblick zu sein und so eine Art von 360°-Aufmerksamkeit aufzubauen.</li>
</ul>
<ul>
<li>Versteh, dass es oft Momente von Nichtwissen, Stille und Loslassen sind, welche die dafür notwendige Qualität des Lauschens und Kommen-lassens neuer Impulse in sich tragen.</li>
</ul>
<p>Alles soweit klar, oder?</p>
<p>Die Haltung des Wu wei meint das Erkennen und Akzeptieren der Veränderlichkeit und des steten Flusses des Lebens. Sie besteht im Annehmen von Situationen, so wie sie sind &#8211; anstatt sich gegen sie zu stellen, vor ihnen zu flüchten oder in Starre zu verfallen.</p>
<p>Erstaunlich und merkwürdig war, dass ich auf dieses Hörbuch stieß, nachdem ich gerade einen Text mit dem Titel &#8222;Konflikten eine Wendung geben durch BEWUSSTES NICHTSTUN&#8220; für meine neue Webseite verfasst hatte! Praktizierende Taoist:innen mögen es ja nicht, wenn zuviel über den Nutzen von Wu wei  geredet wird. Aber die Anknüpfungspunkte zu einer neuen Kultur des Umgangs mit Konflikten und zu Grundannahmen innerhalb der Gewaltfreien Kommunikation haben sich mir beim Hören förmlich aufgedrängt.</p>
<p>Der Text beschreibt, wie du Konflikte durch bewusstes Nichtstun entschärfen kannst und in eine Chance für bessere zwischenmenschliche Beziehungen verwandelst. Er erklärt, welche innerpsychischen Faktoren Streit befeuern und gibt praktische Tipps, wie du diese Welle surfen kannst, ohne in den Sog der Eskalation zu geraten. Der Ansatz soll zu bewusstem (Nicht)Handeln in Konflikten beitragen und Raum für ehrlichen Dialog schaffen &#8211; in Situationen, die für gewöhnlich rollenspielartig nach einem ziemlich bescheuerten Drehbuch verlaufen.</p>
<p>Lade dir mein PDF &#8222;Konflikten eine Wendung geben durch BEWUSSTES NICHTSTUN&#8220; von meiner Webseite herunter! Indem du dich in das Formular einträgst, erhältst in der Folge noch drei weitere vertiefende Impulse zu diesem Thema per Mail.</p>
<p><a href="https://andregoedecke.de/#geschenk">Zum PDF</a></p>
<p>Soweit, so kurz also zum Thema Wu wei, liebe Leserin, lieber Leser. Geh auch inmitten des ganz normalen Wahnsinns des Alltags immer mal wieder in die Stille, um die Rufe des Lebens zu vernehmen! Bleib mutig und offen für überraschende Wendungen!</p>
<p><img decoding="async" class="alignnone wp-image-2734" src="https://andregoedecke.de/wp-content/uploads/2025/09/Wu-wei-300x191.webp" alt="" width="452" height="288" /></p>
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<h3>Zum Buch</h3>
<p><strong>Theo Fischer: Wu wei. Die Lebenskunst des Tao (Rowohlt Verlag 2005)</strong></p>
<p>Wu wei bedeutet, auf eine Weise zu handeln, die mit unserem inneren Kern übereinstimmt und im Einklang mit dem natürlichen Fluss des Lebens steht. Es bedeutet auch, im gegenwärtigen Moment zu leben. In der heutigen hektischen Welt mit viel Stress in der Arbeit mag das wie ein unerreichbares Ziel erscheinen. Aber die alten chinesischen Weisen haben einen einfachen und sehr praktischen Weg entwickelt, um das Leben mit all seinen Facetten anzunehmen und zu genießen.</p>
<p>(Aus dem Klappentext)</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://andregoedecke.de/wu-wei-oder-hoechste-zeit-die-brechstange-aus-der-hand-zu-legen/">WU WEI &#8211; oder höchste Zeit, die Brechstange aus der Hand zu legen</a> erschien zuerst auf <a href="https://andregoedecke.de">andregoedecke.de</a>.</p>
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		<title>2023: Vertrauen ins Leben setzen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[André]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 Jan 2023 08:51:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blogartikel]]></category>
		<category><![CDATA[Achtsamkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Coaching]]></category>
		<category><![CDATA[Vertrauen ins Leben]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Warum die Idee von „Vertrauen ins Leben haben“ ziemlich crazy ist und jeder gesicherten Grundlage entbehrt – warum es sich trotzdem lohnt, 2023 crazy zu sein und was das mit [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Warum die Idee von „Vertrauen ins Leben haben“ ziemlich crazy ist und jeder gesicherten Grundlage entbehrt – warum es sich trotzdem lohnt, 2023 crazy zu sein und was das mit Kakaobohnen zu tun hat &#8230;</strong></p>
<p>Steht ein Mann im Dunkeln am Bahnsteig und brummelt vor sich hin: „Verdammtes Mistwetter! Der Zug hat auch wieder mal Verspätung! Toll, da kann ich mir ja wieder was anhören von meiner Frau heute Abend …“<br />
Zwei Engel, hoch über dieser Begebenheit durch den Regen fliegend, hören ihn so reden. Sagt der eine zum anderen: „Komisch, der bestellt jeden Tag das gleiche!“</p>
<p>Hätte ich den Witz vor zwanzig Jahren gehört &#8211; ich hätte mich sowohl ertappt als auch provoziert gefühlt: Nix da, kein esoterisches Simsalabim hat Einfluss auf das Wetter, geschweige denn auf die elenden „Störungen im Betriebsablauf“ der Deutschen Bahn! Und was bitteschön soll sich ändern, wenn der Kerl anfangen würde, die Wartezeit für Achtsamkeitsmeditation zu nutzen, dem Geräusch des Regens zu lauschen oder gar so zu tun, als spürte er das erste Mal im Leben Regentropfen auf der Haut?</p>
<p>Heute sage ich: Na ja, ein Körnchen Wahrheit steckt wohl darin! Mag sein, dass die Frau verstimmt ist, wenn er zu spät nach Hause kommt. Aber in dem Moment, wo er durch die Tür tritt – vollzogene Regentropfen-Meditation mal vorausgesetzt – würde ihr sicher schon an seinem Gesichtsausdruck auffallen, dass irgendwas anders ist als sonst! Das wiederum würde im besten Falle dazu führen, dass SIE jetzt anders als sonst reagiert usw. usf. Die Details überspringe ich jetzt mal, aber der Abend würde sicher um einiges besser verlaufen, als im ursprünglichen Grummel-Szenario vorhergesehen! ????<br />
Was also könnte uns in die Lage versetzen, Vertrauen ins Leben zu setzen – trotz Mistwetter und Deutscher Bahn, trotz Krieg und Klimawandel?</p>
<p>Meine Antwort lautet: Erst mal gar nichts!</p>
<p>Denn Vertrauen ins Leben ist Vertrauen als solches – reines Vertrauen ohne Netz und doppelten Boden! Keine Religion, keine wissenschaftliche Erkenntnis und auch keine Erfahrung einer mehr oder weniger behüteten Kindheit kann mir die einsame und maximal verrückte Entscheidung abnehmen, darauf zu vertrauen, das am Ende doch alles gut wird. Wer jedoch die Vertrauenswürdigkeit des Lebens in Zweifel zieht, wird dafür immer glasklare Beweise in rauen Mengen finden – siehe Tagesschau, Social Media oder der Zustand der halleschen Fahrradwege.<br />
Wenn ich aber mit offenen Augen durch die Welt gehe, stoße ich allerorten auf, sagen wir mal, gut platzierte Hinweise &#8211; also Hinweise darauf, dass es sich lohnen könnte, Vertrauen ins Leben zu setzen. Beispiele? Gerne:</p>
<ul>
<li>das kleine Kind, welches sich in einem Lachanfall quer über den Teppichboden rollt</li>
<li>das Wunder einer Rose in einem verschneiten Vorgarten</li>
<li>die filigran handgezeichneten Kakaobohnen auf dem Einpackpapier vom Weihnachtsgeschenk meiner Kinder (siehe oben)</li>
<li>der Geldschein, der im Spendenglas der Ukraine-Hilfe landet, inklusive Austausch von stillem Blick und Lächeln zwischen den beiden an dieser Transaktion beteiligten Personen</li>
<li>die junge Frau mit dem selbst gemalten Pappschild, welche am 20. August 2018 erstmals auf den Treppenstufen des schwedischen Parlaments Platz nimmt – und alles das, was anschließend ins Rollen kommt …</li>
<li>etc. etc. etc.</li>
</ul>
<p>Allein die pure Existenz solcher Phänomene ist für mich am Ende doch ein Zeichen dafür, dass es das Leben gut mit uns meinen muss, dass das Leben sich tendenziell immer in Richtung von noch mehr Freude, Fülle und Heilung entwickeln will – wenn wir es denn zulassen! Was ich dazu beisteuern kann, ist mein Handeln &#8211; und manchmal auch mein Lassen. Handeln aber nicht aus Angst heraus oder dem Drang, immer alles richtig machen zu wollen: Mutiges Handeln, das zwar alles in die Waagschale wirft, sich aber trotzdem niemals zu einhundert Prozent vom Ergebnis abhängig macht.</p>
<p>In diesem Sinne wünsche ich dir, liebe Leserin, lieber Leser, ein freudvolles, erfülltes und mutiges Jahr 2023! Auch wenn der Weg mitunter voller Ungeheuerlichkeiten, Zumutungen und Zweifel sein wird: Nimm immer wieder die Blumen am Wegrand wahr, erfreue dich an ihnen und setze deine Schritte sanft!</p>
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		<title>Spiral Dynamics &#8211; Die Ebenen des Bewusstseins</title>
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		<dc:creator><![CDATA[André]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 25 Nov 2022 20:04:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blogartikel]]></category>
		<category><![CDATA[Coaching]]></category>
		<category><![CDATA[Führung & Führungsstile]]></category>
		<category><![CDATA[Spiral dynamics]]></category>
		<category><![CDATA[Veränderung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Konzept der Spiral Dynamics begegnete mir in meiner Coaching-Ausbildung und hat mich so fasziniert, dass ich gleich zwei dicke Bücher am Stück dazu verschlang. Die Beschäftigung mit dem Modell [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Das Konzept der Spiral Dynamics begegnete mir in meiner Coaching-Ausbildung und hat mich so fasziniert, dass ich gleich zwei dicke Bücher am Stück dazu verschlang. Die Beschäftigung mit dem Modell kann dir dabei helfen, Werte-Differenzen mit Abstand zu betrachten und dich nicht zu schnell in &#8222;vorprogrammierte&#8220; Konflikte verwickeln zu lassen. Du erfährst etwas über die dem Modell zugrundeliegende Idee und ich stelle dir die Ebenen des Bewusstseins vor. Zum Schluss teile ich noch ein paar persönliche Gedanken dazu.</strong></p>
<h5><strong>Was ist Spiral Dynamics?</strong></h5>
<p>Spiral Dynamics geht zurück auf die Forschungsarbeit von Clare Graves: Es handelt sich um den Versuch, alle damals (um die Mitte des 20. Jahrhunderts) bekannten psychologischen Entwicklungstheorien in ein einziges, konzeptübergreifendes System zu integrieren. Das Ergebnis war ein Modell, welches in den Entwicklungsstufen des menschlichen Bewusstseins immer eine Antwort auf bestimmte, jeweils existenzielle Probleme in der (sozialen) Lebenswelt sieht. Diese Stufen, auch „Memes“ genannt, enthalten jeweils ein Bündel von typischen Werten, Normen, Denkweisen, Symbolen, Artefakten und kulturellen Ausdrucksformen, welche sich wie in einem Magnetfeld um das jeweilige existenzielle Grundthema der Stufe sammeln. Gerät die Meme-Wirklichkeit in Konflikt mit sich verändernden Lebensbedingungen, bildet sich ein neues Meme mit neuen Lösungen und Potenzialen heraus. Alle darunter liegenden Meme bleiben jedoch als permanent vorhandene Ressourcen bestehen.</p>
<p>Diese Entwicklung verläuft zum einen als Pendelbewegung zwischen Ich- und Wir-bezogenen Polen und zum anderen als Wachstumsbewegung, was dann in der Konsequenz diese dynamische Spiralform zwischen aufeinander aufbauenden Bewusstseinsstufen ergibt. Das Konzept besitzt einen hohen Erklärungswert sowohl für die individuelle Persönlichkeitsentwicklung, als auch für gesellschaftliche Prozesse. Die Theorie erfuhr später noch Weiterentwicklung durch Ken Wilber und Don Beck. Beck versah die Bewusstseinsstufen mit &#8211; aus seiner Sicht &#8211; dazu passenden Farben, was am Ende wohl auch zur Popularität von Spiral Dynamics beitrug.</p>
<h3>Die Ebenen des Bewusstseins</h3>
<p><strong>First Tier (Erste Ordnung)</strong></p>
<p><span class="bg-color-secondary1">Stufe 1 – BEIGE</span>: Hier geht es um existenzielle Bedürfnisse wie Nahrung, Wärme und Fortpflanzung – und immer wieder auch ums pure Überleben. Anzutreffen ist diese Bewusstseinsebene bspw. bei Babys, bei Mutter und Kind während der Geburt, aber auch bei Betroffenen von Katastrophen oder bei Menschen, die im Sterben liegen.</p>
<p>Stufe 2 – PURPUR: Das Überleben wird hier in erster Linie durch Zugehörigkeit zur Familie, zum Clan, zum Familienunternehmen usw. sichergestellt. Rituale, Magie und der Glaube an Geister, Dämonen und beseelte Natur sind von großer Bedeutung, weil es für Naturphänomene, Wetterkapriolen oder bestimmte Schicksalswendungen keine rationalen Erklärungen gibt. Magische Gegenstände wie Talismane, Amulette, Reliquien, Pokale, Kleidung bestimmter PURPURNER Marken usw. spielen eine große Rolle</p>
<p>Stufe 3 – ROT: Auf dieser Ebene findet ein Ausbruch aus zu eng gewordenen, purpurnen Strukturen statt – angetrieben durch das Bedürfnis, Grenzen zu überschreiten, unbekanntes Terrain zu erobern und die eigenen Interessen durchzusetzen, koste es was es wolle. Rohe Gewalt, „heiliger Zorn“, Waffen und ROTE Kriegslist bilden die Mittel, um sich in einer rauen Umgebung voller (potenzieller) Feinde zu behaupten. Kutten, Trophäen, Luxusuhren, Sportwagen usw. symbolisieren Zugehörigkeiten und Status innerhalb der Hackordnung.</p>
<p>Stufe 4 – BLAU: Diese (neben ORANGE und GRÜN) aktuell gesellschaftsprägende Bewusstseinsebene, ergibt sich geradezu zwangsläufig als Reaktion auf die anomischen Zustände der vorhergehenden Stufe: Dem ROTEN Chaos wird ein strenger Kodex entgegengesetzt, welcher meist in einem BLAUEN Buch, einer Verordnung oder auch in einem Set ungeschriebener Gesetze enthalten ist. Wenn alle sich an die „heilige Ordnung“ und deren Regeln halten, steht dem Erreichen des Paradieses und dem Ewigen Frieden nichts mehr im Wege! Abweichendes Verhalten ist prinzipiell nicht vorgesehen und wird im Fall der Fälle unerbittlich geahndet. Uniformen, Rangfolgen, Regelwerke, Organigramme usw. strukturieren die Welt von BLAU.</p>
<p>Stufe 5 – ORANGE: Während PURPUR und BLAU das WIR betonen, bestimmt bei ORANGE wieder ein starker Ich-Impuls das Geschehen: Aufklärung, wissenschaftlich-technischer Fortschritt und der Ruf nach geistiger Freiheit begleiten die Emanzipation aus erstarrten BLAUEN Strukturen. Real und wahr ist das, was gemessen und wissenschaftlich nachgewiesen werden kann. Qualitäten wie emotionale Intelligenz oder Intuition werden gerne als irrational und „nicht zielführend“ abgetan. Die extreme Ausprägung ORANGENER Bestrebungen geht jedoch mit knallhartem Profitstreben und mit lebensbedrohlicher Ressourcenausbeutung einher. Orange wartet gern mit teuren Statussymbolen wie SUVs, Luxusreisen oder Designermode auf, um vor allem weltlichen Erfolg herauszustellen.</p>
<p>Stufe 6 – GRÜN: Frustriert von den Zumutungen BLAUER und ORANGENER Schattenseiten erklimmen mittlerweile immer mehr Menschen die GRÜNE Ebene: Empathie, achtsame Verständigung und Gruppenkonsens bilden zusammen mit der Besinnung auf Ökologie und Frieden die Werte dieser Bewusstseinsebene. Hier wird es herzlich und menschenfreundlich, und es dominiert der Anspruch, niemanden auszugrenzen oder zurückzulassen. Aber auch GRÜN kommt in manchen Ausprägungen nicht ganz ohne Schatten daher, was sich z.B. in der pauschalen Ablehnung wissenschaftlich-rationaler Argumente in Verbindung mit Rückgriff auf allerlei PURPURNE Denk- und Handlungsmuster zeigen kann. Auch kann die Normativität in bestimmten GRÜNEN Gruppen mitunter einen ideologischen &#8211; und am Ende gar nicht mehr so toleranten Charakter annehmen. GRÜN manifestiert sich z.B. in Form von Bio-Läden, ökologisch orientierten Gemeinschaften, achtsamen Gesprächskreisen, gewaltfreier Kommunikation, schamanischen Retreats usw.</p>
<p><strong>Second Tier (Zweite Ordnung)</strong></p>
<p>Stufe 7 – GELB: In dieser Bewusstseinsstufe schwingt das Pendel wieder zurück zur Besinnung auf Ich-bezogene Werte: Allzu schräge Vögel oder Individualist:innen fallen plötzlich raus aus GRÜNEN Zusammenhängen und finden sich wieder in der GELBEN Wüste des Versuches, sich neu zu erfinden und die Lego-Steine der Existenz unkonventionell wieder zusammenzubauen. Unkonventionell, kreativ und extrem vernetzt ist auch ihre Herangehensweise an selbstgewählte Projekte und gesellschaftliche Herausforderungen. Das charakteristische Kennzeichen und Novum dieser Stufe besteht in der Fähigkeit, jede der 6 Ebenen der Ersten Ordnung für ihre jeweilige Funktion innerhalb der Gesellschaft aufrichtig würdigen zu können &#8211; und nicht mehr reaktiv auf Ebenen-typisches Verhalten einzugehen. Problematisch wird es, wenn GELB die Bodenhaftung verliert und in Kombination mit Macht und Reichweite seiner Verantwortung für die Belange der Gemeinschaft nicht gerecht wird. Die dingliche Ausstattung auf dieser Stufe ist schwer festzumachen &#8211; lässt sich vielleicht am ehesten mit dem Begriffspaar „smart &amp; minimalistisch“ beschreiben.</p>
<p>Stufe 8 – TÜRKIS: Ab GELB wiederholen sich die Grundmuster der Stufen der Ersten Ordnung, wenn natürlich auch in einer ganz anderen „Liga“. So findet sich in TÜRKIS das auch in PURPUR dominierende Streben nach Schutz durch Gemeinschaft wieder – dieses Mal aber die ganze Menschheit, den ganzen Planeten einbeziehend. Die GELBEN Alleingänge werden überwunden zugunsten gemeinsamer Anstrengungen zur Rettung der Biosphäre und des ökologischen Gleichgewichts. Dies erfordert das Generieren, Ordnen und Bereitstellen von vernetztem Know-how, welches die in der Ersten Ordnung noch bestehende Dualität zwischen Rationalität und Intuition überwindet und eine universellere Ebene von Intelligenz erschließt.</p>
<p>Stufe 9 – KORALLE: Diese Bewusstseinsebene existiert aktuell nur als Postulat und hat sich noch nicht praktisch manifestiert. Da sie dem grenzüberschreitenden ROT innerhalb der Ersten Ordnung entspricht, wird es sich möglicherweise um eine Art Ausfallschritt handeln, der sich aus den (ebenfalls noch nicht bekannten) Grenzerfahrungen innerhalb der TÜRKISEN Stufe ergibt.</p>
<p>Laut Graves gibt es, was die Anzahl der Stufen nach oben betrifft, keine Begrenzung – vorausgesetzt natürlich, wir hören als Menschheit nicht plötzlich auf zu existieren.</p>
<p><strong>Ausharren oder weitergehen?</strong></p>
<p>Besonders spannend finde ich, dass in der persönlichen Entwicklung die Übergänge zwischen den Stufen nicht durch bewusste Intention oder Anstrengung zu bewerkstelligen sind (etwa im Sinne von ORANGENEM „Höher-schneller-weiter“) Vielmehr ändert sich, wenn die Zeit reif dafür ist, ganz unverhofft etwas. Die Welt ist eines Morgens gefühlt eine andere: Manche Zugehörigkeit stimmt plötzlich nicht mehr, neue Fragen und Interessen tauchen auf, und was vorher Begeisterung auslöste, wirkt jetzt irgendwie schal. Kennst du diese Erfahrung?</p>
<p>Zunächst fühlt man sich vielleicht ziemlich &#8222;lost&#8220;, aber irgendwann stellt sich eine Ahnung von ganz neuen Möglichkeiten ein und das Erkunden und Erfüllen der neuen Bewusstseinsstufe nimmt seinen Gang. Oder aber der Gefühlsmix und die neuen Anmutungen wirken so bedrohlich, dass der anstehende Entwicklungschritt ausbleibt und die aktuelle Bewusstseinsebene zum &#8222;Zuhause&#8220; für den Rest des Lebens wird &#8211; mit all den Risiken und Nebenwirkungen, die so ein Verharren und Sich-einrichten so mit sich bringt.</p>
<p>Darüber hinaus bewegt mich die These, dass alle Bewusstseinsebenen ihren Wert und ihre Notwendigkeit haben &#8211; und bitteschön auch vollständig durchlaufen werden sollten! Denn nur so ist letztlich der Zugang zu höheren Ebenen möglich.</p>
<p>Ich selber bin wohl als Jugendlicher in einem Akt hastiger Emanzipation vom engen BLAU meines Elternhauses zu engagiertem und achtsamem GRÜN gesprungen. Das war natürlich folgerichtig und fühlte sich noch viele Jahre später immer wieder wie Nachhausekommen an. Allerdings merke ich heute, dass mir etwas mehr gesundes BLAU, z.B. in Form von Selbstdisziplin, echt guttun würde. Das seinerzeit glattweg übersprungene ORANGE fällt mir auch hin und wieder auf die Füße, wenn es z.B. im Rahmen meiner Selbständigkeit darum geht, auch mal eine gute Portion Geschäftssinn und Selbstbewusstsein in die Waagschale zu werfen.</p>
<p><strong>Spiral Dynamics in Coaching, Mediation &amp; Co.</strong></p>
<p>Das Wissen um die Ebenen des Bewusstseins und ihre jeweilige Bedeutung fürs Ganze kann dabei helfen, die Haltung eines wohlwollenden &#8222;Meme-Besuchers&#8220; einzunehmen: Statt mich mit Vertreter:innen anderer Ebenen immer wieder anzulegen, kann ich mich auf die jeweilige Meme-Kultur und -sprache eingrooven, ohne dabei etwas von meinen eigenen Werten sausen zu lassen oder zu verraten. Ich kann auf jeder Stufe deren Wert und deren Beitrag für gelingendes Miteinander würdigen, kann Menschen in Meme-Übergängen unterstützen oder auch mal provokativ &#8222;Probepackungen&#8220; einer neuen Farbe dort hineinbringen, wo Stagnation herrscht.</p>
<p>Interessant und vielversprechend für die dialogische Praxis ist ein Paradoxon, welches sich mit Spiral Dynamics auftut: Ich erkenne an, dass es Unterschiede im Sinne der Bewusstseinsebenen gibt UND ich hüte mich davor, Leute in Schubladen zu stecken, weil jeder Mensch ein lebendiger Bewusstseinsstrom und lernendes System ist, das immer wieder für Überraschung und kleine Wunder sorgt.</p>
<p>Hier noch ein paar Informationen zu den oben erwähnten Büchern:</p>
<ul>
<li>Spiral Dynamics &#8211; Leadership, Werte und Wandel: Eine Landkarte für Business und Gesellschaft im 21. Jahrhundert (Don Beck, Christopher C. Cowan)</li>
<li>Gott 9.0: Wohin unsere Gesellschaft spirituell wachsen wird (Marion Küstenmacher, Tilmann Haberer, Werner Tiki Küstenmacher)</li>
</ul>
<p>Ersteres ist der Klassiker und ist beheimatet in der Welt von Organisationsentwicklung und Management-Coaching: Unbedingt lesenswert, wobei ich Nicht-Businessmenschen empfehle, bei der Lektüre mit Teil 3 („Das Handbuch des Spiralberaters“) zu beginnen.<br />
Wälzer Nr. 2 nähert sich der Spirale aus Sicht christlicher Mystik – ebenfalls lesenswert auch für Heiden wie mich, weil reflexiv, philosophisch fundiert und frei von BLAUER Frömmelei. Und ja: Werner Tiki Küstenmacher ist der Kerl von „Simplify your life“!</p>
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		<title>Antrag auf Verlängerung des Monats August</title>
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		<dc:creator><![CDATA[André]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 10 Sep 2022 19:11:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blogartikel]]></category>
		<category><![CDATA[Achtsamkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Coaching]]></category>
		<category><![CDATA[Dialog & Dialogische Haltung]]></category>
		<category><![CDATA[Veränderung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wie lassen sich Dialog und Gewaltfreie Kommunikation in Zeiten von &#8222;Wutwinter&#8220; umsetzen? Eine Nachlese Jedes Mal im Spätsommer habe ich mich so an die freundlichen Temperaturen und den unbeschwerten Aufenthalt [&#8230;]</p>
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<p><strong>Wie lassen sich Dialog und Gewaltfreie Kommunikation in Zeiten von &#8222;Wutwinter&#8220; umsetzen? Eine Nachlese</strong></p>
<p>Jedes Mal im Spätsommer habe ich mich so an die freundlichen Temperaturen und den unbeschwerten Aufenthalt im Freien gewöhnt, dass es mir scheint, es könnte noch ewig so weitergehen! Erst das tief stehende Licht an den Abenden und die empfindliche Kühle nach Sonnenuntergang lassen diese Illusion platzen wie die grünen Hüllen der Kastanien, wenn sie auf den Asphalt niederprasseln. Leicht fröstelnd ziehe ich mich mit meinen Büchern in das noch sommerwarme Haus zurück &#8211; in Gedanken plötzlich beim „heißen Herbst“ und beim „Wutwinter“, welche uns nun angeblich bevorstehen.</p>
<p>Ich habe mir vorgenommen, mal wieder in jenen Büchern* zu schmökern, welche ich seinerzeit mit heißem Herzen las, weil sie mir ganz neue Wege eröffneten: Menschen besser verstehen, mich ihnen ehrlich mitteilen ohne zu verletzen, Konflikte als Chance für die Beziehung begreifen und die Kunst gemeinsam zu denken! Ich wollte erfahren, wie diese Inhalte jetzt wohl auf mich wirken, nachdem in den dazwischen liegenden Jahren so viel geschehen ist: Flüchtlingskrise, Pegida, Brexit, Trump, Corona-Pandemie, Querdenken-Bewegung, fortschreitender Klimawandel, russischer Angriffskrieg … und damit einhergehend die gesellschaftlichen Folgen eines gewaltigen Stroms von Propaganda und gezielt verbreitetem Unsinn. Steven Bannon, seinerzeit Trumps wichtigster Berater, brachte es in einem Interview ziemlich genau auf den Punkt: &#8222;The real opposition is the media. And the way to deal with them is to flood the zone with shit.&#8220;</p>
<p>So brennt heute in den Trollfabriken spätabends noch das Licht, wird über alle Kanäle hinweg Angst und Wut gesät, werden jene unter Dampf gehalten, die spätestens mit Anfang Corona kopfüber in den Kaninchenbau social-media-generierter Realitätswahrnehmung gefallen sind. Montags erschallen ihre Sprechchöre in den Straßen meiner Stadt. Das ist prinzipiell in Ordnung, weil Ausdruck von Demokratie. Allerdings können es einige von ihnen kaum erwarten, demokratische Institutionen wanken zu sehen, getrieben von ihrer ganz persönlichen Vorstellung von einem Leben in Freiheit: Tür an Tür mit Alice im Wunderland, <a href="https://www1.wdr.de/nachrichten/themen/coronavirus/sophie-scholl-vergleich-corona-demo-100.html">Jana aus Kassel</a> und diesem halbnackten Capitol-Schamanen.</p>
<p>Wie lassen sich unter der Voraussetzung, dass ich mich von all dem nicht gänzlich abschotte, die Gewaltfreie Kommunikation und die dialogische Haltung umsetzen und leben? Ich erkenne grummelnd an, dass es wohl hilfreicher wäre, möglichst mehr den einzelnen Menschen in den Blick zu nehmen, statt eine Kategorie Kaninchenbau-bewohnender Hobbits aufzumachen und dann ironisch über diese herzuziehen. Entspricht wohl nicht ganz den Maximen in diesen Büchern und soll erfahrungsgemäß auch nicht so viel bewirken &#8230;</p>
<p>Auch erkenne ich grummelnd an, dass an dieser Stelle meine eigene Angst und meine eigene Wut ins Spiel kommen: Liberale Demokratie, Rechtsstaat, freier Diskurs usw. sind mir in jungen Jahren im Zuge der friedlichen Revolution in der DDR weitgehend unverdient in den Schoß gefallen – gekämpft und den Kopf dafür hingehalten haben andere, weswegen ich das viele Jahre lang wohl zu sehr als Selbstverständlichkeit genommen habe. Heute sehe ich erschreckend klar die Fragilität und die Verwundbarkeit dieser Qualitäten. Ich liebe diese Errungenschaften und mir blutet das Herz, wenn so viele Menschen in ihrer Rage nur noch Verachtung und Misstrauen für sie übrig haben!</p>
<p>Als dieses ganze Corona-Verschwörungsblech aufkam und in meine Gespräche und Email-Austausche schwappte, war ich sehr auf Zuhören und Verstehenwollen gepolt. Heute weiß ich, dass dies auch eine weitgehend unbewusste Strategie der Konfliktvermeidung und des Aufrechterhaltens von Harmonie war. Leider ging es halt auf Kosten rückhaltloser Ehrlichkeit: All die Ungeheuerlichkeiten, denen ich nicht verbal entgegentrat, beschäftigten mich oft noch tagelang in Form von stillem Ärger weiter.</p>
<p>Irgendwann platzte mir dann doch mal der Kragen, was sich irgendwie ganz gut anfühlte. Von da an gelang es mir immer besser, die angemessenen Worte zu finden, anstatt immer nur den empathischen Zuhör-Onkel zu geben.</p>
<p>Mein Lernen besteht nach wie vor darin, Balance zu entwickeln: Impulsiv sein, meine eigenen Werte klarkriegen, mit Leidenschaft dafür einstehen &#8211; und dann wieder ganz bewusst innehalten, mich öffnen für die Welt meines Gegenübers, ihn oder sie mit einem milderen Blick betrachten können. Das erinnert an einen Tanz und ist auch gar nicht nicht so weit entfernt von dem was in den Büchern steht. Darüber hinaus kann es von Nutzen sein für all die noch auf uns wartenden Krisen.</p>
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<h2>*Buchtipps</h2>
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<p><strong>Martin Buber: Ich und Du</strong></p>
<p>Der deutsch-jüdische Religionswissenschaftler und Philsosoph Martin Buber (1878-1965) geht in diesem Büchlein unter anderem der Frage nach, was die einzigartige Qualität authentischer Begegnungen ausmacht, welches Potenzial für die Lösung dringender gesellschaftlicher Fragen darin liegt und worauf wir auch in scheinbar ganz alltäglichen Situationen achten können, um der Entfaltung dieser Qualität den Boden zu bereiten.</p>
<p><strong>David Bohm: Der Dialog – Das offene Gespräche am Ende der Diskussionen</strong></p>
<p>Der Physiker David Bohm (1917-1992) widmete sich in der letzten Phase seines Lebens und Schaffens der Frage, wie Verständigung in Gruppen gelingen kann und was entstehen kann, wenn Phänomene wie verbaler Schlagabtausch, Monologisieren und Anderen-Leuten-die-Welt-erklären mehr oder weniger entfallen. Er entwickelte ein Set von Kernfähigkeiten, welche, von allen am Dialog Beteiligten immer wieder geübt und vertieft, zu „frischem“ Denken und der Entfaltung kollektiver Intelligenz zugunsten einer bedrohten Welt führen kann.</p>
<p><strong>Martina, Johannes und Tobias Hartkemeyer: Dialogische Intelligenz – Aus dem Käfig des Gedachten in den Kosmos des gemeinsamen Denkens.</strong></p>
<p>Das Buch enthält die wertvolle Essenz vieler Jahre dialogischer Praxis. Es verbindet die Philosophien Bubers und Bohms miteinander und bezieht weitere Ansätze, wie indigene Traditionen oder Konzepte aus der humanistischen Psychologie mit ein – als Wurzeln einer dialogischen Gesprächskultur, welche ganz sicher über das Potenzial verfügt, das Miteinander in unseren Schulen, Unternehmen, Behörden, Politikbetrieben usw. auf ein neues, menschenfreundlicheres und dem Leben dienendes Level zu heben.</p>
<p><strong>Marshall Rosenberg: Gewaltfreie Kommunikation – Eine Sprache des Lebens</strong></p>
<p>Mittlerweile ein Klassiker und machtvolle Inspirationsquelle für Friedensarbeit in allen gesellschaftlichen Bereichen! Ausgehend von einem Vier-Schritte-Modell zur Transformation von Konflikten entwirft Rosenberg ein System von Aufmerksamkeitspunkten, Unterscheidungen und Kommunikationsempfehlungen, welches Menschen (nicht nur) in herausfordernden Situationen dabei hilft, mit ihrer Selbstliebe, ihrem Mitgefühl und der konstruktiven Power ihres Sprechens und Handelns in Verbindung zu bleiben.</p>
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		<title>Wieder mal gescheiter(t)?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[André]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 06 Nov 2016 07:50:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blogartikel]]></category>
		<category><![CDATA[Coaching]]></category>
		<category><![CDATA[Veränderung]]></category>
		<category><![CDATA[Vertrauen ins Leben]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Als Teilnehmer eines Kurses für angehende Dialogprozessbegleiter war ich zu einer Übung der besonderen Art eingeladen: Die Aufgabe bestand darin, in einer Kleingruppe Fotos von Kindern zu betrachten. (Wir wurden [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Als Teilnehmer eines Kurses für angehende Dialogprozessbegleiter war ich zu einer Übung der besonderen Art eingeladen:<br />
Die Aufgabe bestand darin, in einer Kleingruppe Fotos von Kindern zu betrachten. (Wir wurden im Vorfeld des Seminars gebeten, Fotos unserer Kinder, bzw. uns nahestehender Kinder mitzubringen.)<br />
Nacheinander sollten zu jedem Bild Gedanken zu drei Fragen aufgeschrieben werden:</p>
<p>Was sehe ich in diesem Kind?<br />
Was fällt mir dazu ein?<br />
Was bewundere ich an diesem Kind?</p>
<p>Anschließend waren wir aufgefordert, unsere Gedanken der Person, die das jeweilige Bild zur Verfügung gestellt hat, mitzuteilen.</p>
<p>Was war ich verunsichert und aufgeregt! Was, wenn mir zu einem Foto schlichtweg gar nichts einfällt? Was, wenn ich mit meiner Intuition komplett daneben liege?? Und was um Himmelswillen sollte ich mit diesem unscharfen Foto da anfangen???</p>
<p>Da sich die Anderen ohne Not und voller Eifer an die Arbeit machten, sagte ich nichts von all dem, was mir da durch den Kopf schwirrte und versucht erstmal innerlich runterzukommen. Mir wurde klar, dass ich gerade dabei war, mir selbst eine Falle zu stellen und tat gut daran, erst mal nur zu beobachten und offen zu sein für das, was das Beobachtete in mir auslösen würde.</p>
<p>Entgegen aller anfänglichen Verunsicherung meisterte ich diese Übung dann doch mit wachsender Freude und Leichtigkeit – und erhielt selber auch berührende und absolut treffende Rückmeldungen zu dem von mir mitgebrachten Foto. Ich war fasziniert vom Zusammenspiel der in mir ablaufenden Prozesse: dem aufmerksamen Betrachten, dem parallel dazu stattfindenden „Fischen“ nach aufsteigenden Anmutungen und der Suche nach Worten dafür.<br />
Zwischendrin begann ich damit, die Anderen aus meiner Gruppe dabei zu beobachten, wie sie die Fotos anschauten: Manchmal den Kopf etwas schräg haltend, die Augen nicht fokussiert, die eine oder andere verspielte Bewegung ausführend, ein feines Lächeln hin und wieder …<br />
So, dachte ich bei mir, sehen Menschen aus, wenn sie Tagträumen nachgehen – ja, sie träumen die Besonderheiten, Gaben und Möglichkeiten des Kindes auf dem Foto, weil andere Anhaltspunkte und Informationen nun mal nicht zur Verfügung stehen!</p>
<p>Im anschließenden Dialog wurde mir klar, dass diese Fähigkeit des intuitiven, „tagträumenden“ Vorwegnehmens der Möglichkeiten eines Menschen wahrscheinlich etwas sehr Elementares (nicht nur) in der pädagogischen Arbeit darstellt: Im Gegensatz zum allgemein verbreiteten analytischen Blick und der daraus resultierenden Art vermeintlich gesicherten Wissens eröffnet dieser Blick noch einmal einen ganz neuen Raum – einen Raum für Begegnungen mit Überraschungsfaktor, an denen alle Beteiligten wachsen können.</p>
<p>Irgendwann fing ich an, in meinen Beratungen, Coachings und Gruppendialogen mit diesem „unscharfen“ Blick bewusst zu experimentieren, den damit verbundenen Anmutungen in mir Raum zu geben und sie in Worte zu fassen.<br />
Was soll ich sagen – ich gehe immer öfter beschenkt und inspiriert nach Hause und werde Zeuge erstaunlicher Entwicklungen, von denen ich nicht einmal mit Sicherheit sagen kann, auf welche Weise sie nun genau angestoßen wurden – Entwicklungen, die sich planmäßigem Vorgehen entziehen und dennoch höchst wirksam sind.</p>
<p>Mag sein, dass das für die analytisch Orientierten unter Euch gerade etwas zu starker Tobak ist; mag sein, dass der Wert systemischer Vorgehensweisen in diesem Artikel zu kurz kommt. Vielleicht geht es ja darum anzuerkennen, dass wir in hohem Maße aufeinander bezogene Wesen sind – und zwar auf vielen Ebenen, von denen unser praktisches Alltagsbewusstsein nur einen Teil erfasst und nutzt. Aber Menschen mögen es nun mal, auf möglichst vielen Ebenen wahrgenommen und angesprochen zu werden und finden dann vielleicht auch immer mehr Gründe, Veränderung zu wagen.</p>
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