Hört auf, über Schüler:innen zu reden – fangt an, mit ihnen zu reden!

Von André

24 Oktober, 2026

„Wir können nicht mehr unterrichten, als säßen nur blonde, blauäugige Mädchen mit Zöpfen in den Klassen … Wir müssen besser verstehen: Wen haben wir da vor uns, was beschäftigt diese Schülergeneration?“*

(Ute Zeller – Schulleiterin Bertha-von-Suttner-Schule Mörfelden-Walldorf – Trägerin des Deutschen Schulpreises 2026)

Die Berta-von-Suttner-Schule schafft es Jahr für Jahr, Kinder mit ursprünglich schlechten Bildungschancen fit für die (berufliche) Zukunft zu machen – und so gut wie alle von ihnen mit guten Perspektiven in die Zeit nach der Schule zu entlassen.

Hinter den zunehmend lauter werdenden Klagen über die immer schwieriger werdenden Schüler:innen steckt meiner Ansicht oft auch die Angst vor Veränderung. Klar, Veränderung ist erstmal anstrengend, unbequem und voller Unwägbarkeiten – bevor sich (nach Jahren!) stabile Erfolge und funktionierende Routinen einstellen. Doch was spricht dagegen, wenigstens schon mal einen ANFANG zu machen – z.B., indem wir die Kinder und Jugendlichen fragen, wie sie ihren Schulalltag erleben – und ihnen wirklich zuhören?

Ich bin sicher, dass wenigstens ein Teil des Gehörten EINFLIESSEN könnte in erste, umsetzbare Maßnahmen! Das würde das Vertrauen in Lehrkräfte, Schulleitung und auch in das “System“ schon mal etwas stärken – und Chancen für echte Kooperation eröffnen.

LASS REDEN 2.0 ist ein strukturiertes Gesprächsformat für Schulklassen, das sicherstellt, dass alle bewegenden Themen auf den Tisch kommen. Alle Stimmen werden gehört – eine faire und ehrliche Aussprache findet statt.
So bereiten wir den Boden für gegenseitiges Verstehen und für Lösungen, die am Ende von allen Beteiligten mittragen werden.

MACHEN WIR SCHULEN ZU EINEM FREUNDLICHEN ORT – FÜR JEDE*N!

* Zitiert aus DIE ZEIT vom 29.9.2026


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